The Texas Chainsaw Dust Lovers - Me And The Devil

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VÖ: 28.03.2016
Bandinfo: The Texas Chainsaw Dust Lovers
Genre: Psychedelic Rock
Label: Besta Records
Lineup  |  Trackliste

Es muss nicht immer BLUES PILLS sein. Gruppen wie NO SINNER oder THE RIDES können der gehypten Band durchaus die Stirn bieten und auch eine junge aufstrebende Band aus Frankreich möchte sich ein großes Stück vom Blues-Rock-Kuchen abschneiden: THE TEXAS CHAINSAW DUST LOVERS. Wobei, so richtiger Blues Rock ist die Mucke der Franzosen nicht. Klar, man erkennt deutlich die Wurzeln, dann spielen aber noch Britpop von Bands wie BLUR oder SUPERGRASS sowie 60er und 70er Rock-Acts eine tragende Rolle.

Auf ihrem neuen Album "Me And The Devil" zeigen THE TEXAS CHAINSAW DUST LOVERS, wie facettenreich die Band ist. Und vor allem zeigen sie, wie man all die favorisierten Stile unter einen Hut bringen kann, ohne dass es zu sehr aus dem Ruder läuft. Ja, die Combo bringt alle acht Songs auf den Punkt und bietet immer wieder überraschende Wendungen und psychedelische Ausflüge in abgedriftete Welten. Die Stimme von Sänger Clément Collot begleitet den Hörer dabei ganz sicher durch die unwegsamen Gefilde, ohne ins Stolpern zu geraten. Der Hinweis auf dem Infosheet bringt es eigentlich auch auf den Punkt: Eine Mischung aus CLUTCH (von den Instrumentalisten her) und den EAGLES OF DEATH METAL, die sich gewaschen hat. Die schön übersteuerten Gitarren verbreiten ein zugekifftes Feeling, man fühlt sich förmlich in die gute, alte Zeit versetzt. Und wenn dann noch die Hammond-Orgel einsetzt, möchte man am liebsten "In A Gadda Da Vida" brüllen, den Megahit von IRON BUTTERFLY. Das Zusammenspiel der Musiker ist zudem beachtlich, ob erwähnte Hammond-Orgel oder eine genial gespielte Mundharmonika, alles passt und nichts wirkt fehl am Platz. Anspieltipps sind mit Sicherheit "The Sleepwalker", "Dark Stuff" und der Titeltrack "Me And The Devil".

Psychedelic-Hard-Rockin´-Blues wäre wohl die beste Bezeichnung für die Musik, die THE TEXAS CHAINSAW DUST LOVERS zocken. Jeder, der sich auch nur einen Hauch in den genannten Stilen wiederfindet, sollte "Me And The Devil" dringend antesten. Es wäre schade, wenn diese Perle unentdeckt bleibt.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ingo Nentwig (21.03.2016)

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