Criminal - Fear Itself

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VÖ: 11.03.2016
Bandinfo: Criminal
Genre: Thrash Metal
Label: Metal Blade Records
Lineup  |  Trackliste

Wenn man CRIMINAL im Laufe ihrer Karriere verfolgt hat, kann man eines ohne Zweifel feststellen: CRIMINAL sind verlässlich. Und konstant. Und dennoch entschied sich der chilenische Musiker Anton R., seine Zelte in Chile abzubrechen und nach Europa zu kommen, um weiter zu lärmen. Dieser partielle Exotenstatus ließ der Band in den 90er Jahren einiges an medialer Aufmerksamkeit zukommen. Auch die Tatsache, dass CRIMINAL ein fies-groovender Bastard aus Thrash Metal und Hardcore-Elementen ist, traf bis zu einem gewissen Grad den Zahn der Zeit. Laut Info der Plattenfirma glich das erste Jahrzehnt der 1991 gegründeten Band „einer Erfolgsgeschichte mit fünfstelligen Verkaufszahlen“ inklusive Supportslots bei anderen Genreheroen wie SLAYER und KREATOR.

Der Umzug nach Großbritannien führte aber leider nicht zu den möglicherweise antizipierten Erfolgen. Seit dem Vorgängerwerk „Akelarre“ vergingen fünf Jahre, in denen Besetzungswechsel erfolgten. Nun, mit “Fear Itself“,  sollen CRIMINAL weiter gereift sein und scheinbar das Beste aus zwei Welten (namens Metal und Hardcore) vereinen. Und ganz ehrlich: Dies passiert mit “Fear Itself“ leider nicht. CRIMINAL sind immer noch eine qualitativ gutklassige Band. Nur leider unterscheidet sie ein Punkt von den genannten Heroen: Es fehlen einfach die großen Hits. Zudem fehlt ein Gesang, der Akzente setzen kann. Reisenegger verfügt über ein eindimensional klingendes Organ. Mit etwas mehr Variation im Gesang würden auch die (keineswegs immer monoton angedachten) Songs etwas variantenreicher klingen. Bei “Fear Itself“ fühlt man sich zwar zu jedem Zeitpunkt unterhalten, doch die großen Highlights fehlen dem Album dadurch einfach. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht zu sehr auf die einzelnen Songs eingehen, da das Urteil zum Gesamtbild eindeutig ist.

CRIMINAL verstehen sich auch weiterhin auf großartige Riffs und schöne Grooves. Denn CRIMINAL sind eben sehr verlässlich. Und wirklich unglaublich konstant. Aber man sticht zu selten aus der Masse raus, um wirklich Kapital aus diesen guten Grundvoraussetzungen zu schaffen. Sollte es den Fans reichen, kurzfristige Unterhaltung und dicke Riffs zu genießen, dann kann man “Fear Itself“ antesten, denn der neue Gitarrist Sergio Klein überzeugt, zusammen mit Reisenegger, als Gitarrenduo auf ganzer Linie. Mehr als leicht überdurchschnittlich ist “Fear Itself“ aber dennoch nicht geworden und dementsprechend mit 3/5 zu bewerten.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (20.03.2016)

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