SEVENTH VEIL - Vox Animae

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VÖ: 05.02.2016
Bandinfo: SEVENTH VEIL
Genre: Hard Rock
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Italiener SEVENTH VEIL bezeichnen ihren Stil selbst als „Modern Hard Rock“ und das kann ich nur unterschreiben. Auf ihrem zweiten Longplayer geben sie sich härter und intensiver als zuvor, dies vor allem aufgrund der Beratung von Co-Produzent Andrea Moserle, der ihnen einen moderneren Sound verpasste. 

Die Songs auf „Vox Animae“ bestechen durch dichte Klänge, gute Soli, heavy Riffs, fetten Bass und eingängige Melodien. Das Schlagzeug peitscht die Nummern (ausgenommen natürlich die soften Songs) voran und erzeugt in Kombination mit den anderen Instrumenten sowie den leicht rauen und im Ausdruck intensiven Vocals einen dichten Sound mit lässigem Rhythmus, zu dem die auflockernden Chorus-Einlagen ein ordentliches Schärflein beitragen. Der sehr gut arrangierte Hard Rock zeigt des öfteren Einflüsse aus Industrial und Modern Metal. Trotz der knackigen Härte, die sie deswegen an den Tag legen, bleiben sie äußerst melodisch und spielen einen Hard Rock, den man nicht jeden Tag hört.

Hört man in das Album rein, weiß man im ersten Moment nicht, was auf einen zukommen wird. Das Intro ist nämlich eine orchestrale Komposition mit Streichern, Piano und Naturklängen à la großer Oper oder Cinematic Metal. Mit dem Einsatz der Gitarren erfolgt ein fließender Übergang in den ersten Song, der einem sofort zeigt, wofür SEVENTH VEIL stehen und was sie bieten. „Devil In Your Soul“ ist lässiger, kraftvoller Hard Rock mit gutem Rhythmus und starkem Gesang. Es gibt eine schöne Ausgewogenheit zwischen Gitarrensoli und Gesang. Der Chorus ist auch in richtigem Umfang vorhanden, nicht zu viel und nicht zu wenig.

Starke Songs wie dieser sind verantwortlich für die Bezeichnung Modern Hard Rock. In der gleichen Gangart finden wir auch noch „Living Dead“, „Together Again“ oder „Broken Promises“, das mir persönlich aufgrund seiner leicht düsteren Stimmung und entsprechenden Umsetzung sehr gut gefällt.

Die Band hat einen richtigen Hang zu düsteren, ruhigen, nachdenklichen Stimmungen und Songs. Auf diesem Album finden sich gleich mehrere Lieder, die ruhig und nachdenklich klingen, traurig-melodiös sind, sowohl beim Text als auch in der Melodie. „Dad“ ist ein Paradebeispiel dafür, aber auch „Nothing Lasts Forever“, das mit akustischen Tönen aufwartet und das zarte Doom-Tendenzen aufzeigende „Begging For Mercy“.

Ein paar „normale“ Nummern finden sich natürlich auch auf diesem Werk und lassen einen insgesamt mit dem Eindruck zurück, dass „Vox Animae“ ein sehr gut gelungenes Teil ist, die Band aber noch einiges Potenzial für die Zukunft hat. Ich vermute, dass sie live auch super rüber kommen, weil dieser intensive Sound vor Publikum echt punktet. Vielleicht haben wir ja mal das Glück, das zu erleben.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (24.04.2016)

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