SLAUGHTERDAY - Laws Of The Occult

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VÖ: 29.04.2016
Bandinfo: SLAUGHTERDAY
Genre: Death Metal
Label: FDA Rekotz
Lineup  |  Trackliste

Mit seinem 2013er Debut "Nightmare Vortex" konnte das Duo im Underground auf sich aufmerksam machen, nach der Übergangsphase mit der "Ravenous"-EP gibt es nun Nachschlag in Albumlänge. Sanftes Gitarrengezupfe leitet - Harmlosigkeit vortäuschend - den neuen Dreher ein, der sich aber umgehend in ein loderndes Death Metal-Inferno wandelt. "Ritual Of Sacrifice" gibt einen Vorgeschmack auf die folgende, knappe Dreiviertelstunde, in der ein mächtiger Death Metal-Bastard bester Güte aus den Boxen grollt. Flotte Abschädelparts sorgen für Begeisterung, doch auch in den doomigeren Passagen punkten die  soundmäßig tiefergelegten Deutschen auf ganzer Linie. Besonders in diesen gebremsten und rockigen Teilen vermag der wummernde Bass zu begeistern, die Blutgurgel von Bernd Reiners zerstört aber ebenso "big time". Wer hier Pate gestanden hat, ist unüberhörbar, SLAUGHTERDAY graben die letzten Ruhestätten von AUTOPSY, MASTER und den grandiosen Schwedentodlegenden um und machen dabei eine äußerst gute Figur.

Roh und ungeschliffen schenken die Ostfriesen mit dem drückenden "Beyond Body, Beyond Life" kräftig ein. Röhrender Death n´ Roll a la "Sepulchral Ways" knallt ebenso wie "Church Of Dread" oder "Forbidden Wisdom", bevor der mit berufenem Händchen ausgewählte und geil interpretierte, nach vorne tretende Rausschmeißer "Plunging To Megadeath" (HALLOWS EVE-Cover vom famosen "Tales Of Terror"-Album) den Sack endgültig zu macht. "Laws Of The Occult" zaubert jedem Ursuppen-Anhänger ein dreckiges Grinsen ins Gesicht, läßt Eiterpusteln nur so reihenweise sprießen und animiert zum amtlichen Abschädeln. SLAUGHTERDAY stehen für Beständigkeit in Sachen Sound der alten, ruppig-rauen Schule und Genre-Qualität und zeigen auch mit dem neuen Album, was röhrende und dröhnende Death Metal-Vollbedienung heißt. Pflichtveranstaltung für die Liebhaber der ursprünglichen DM-Lehre!

Death Metal Vollbedienung, Marke Oldschool



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (25.04.2016)

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