SIXX:A.M. - Prayers For The Damned (Vol. 1)

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VÖ: 29.04.2016
Bandinfo: SIXX:A.M.
Genre: Metal
Label: Eleven Seven Music
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Lineup  |  Trackliste

SIXX:A.M. ist sicher vielen von euch ein Begriff. Man mag vielleicht die einzelnen Alben nicht kennen, aber man weiß, dass es die Band von MÖTLEY CRÜE’s Nikki Sixx ist und auch DJ Ashba mit von der Partie ist, der früher bei GUNS‘N’ROSES spielte.

Das aktuell vorliegende Album “Prayers For The Damned” ist ihr viertes Werk und mit dem Inhalt sind sie auf dem besten Weg, ihre bisherigen Erfolge zu halten, bzw. zu toppen. Das neue Album strotzt nämlich nur so vor tollem Songwriting, fetten Bass-Lines, Monster-Hooks und emotionellen Lyrics und Vocals. Vom ersten bis zum letzten Song wird eine Energie abgeliefert, die man heute bei vielen Alben vermisst. Die Songs reißen mit, egal ob das nun von Kopfnicken über Fußwippen bis zu Mitsingen geht – man kann sich der Magie der einzelnen Stücke nicht entziehen und legt die Scheibe immer wieder auf.

Das Ganze mag vielleicht wirklich daran liegen, dass sie immer weiter zusammenwachsen und das gemeinsame Touren 2014 ihnen einen zusätzlichen Schub verpasst hat. Sie sind keine Einzel-Individuen mehr, die vor allem in anderen Bands spielen, sondern eine Band, die ein Wir-Gefühl hat und mit diesem „Wir“ und den dahinterliegenden gleichlautenden Einstellungen und Ideen Songmaterial abliefert, das seinesgleichen sucht.

Für mich entscheidet der erste Song eines Albums viel. Er bedeutet, mit welcher Einstellung ich mir den Rest anhöre. Ist die erste Nummer gut und überzeugt mich, dann haben es die folgenden Songs um einiges leichter, die Hürde zu knacken, für gut befunden zu werden. „Rise” ist ein wahres Paradebeispiel in dieser Richtung. “Rise” holt mich vom ersten Takt an ab (sehr gute Vocals und lässiger Chorus) und nimmt mich mit, auf eine Reise durch die härteren Seiten des Rock (Riffs, Bass, Schlagzeug - alles vom Feinsten). Es fetzt, es hat Melodie, es klingt einfach geil. Zusätzlich überzeugt die Message des Songs: Schiebt eure Unterschiede mal zur Seite und steht gemeinsam zu einer Sache, erhebt euch, haltet zusammen, seid stark.

Das groovige „You Have Come To The Right Place“ leitet über zum powervollen „I’m Sick“, wo sich nachdenkliche Vocals mit einem knackigen Chorus und Refrain matchen, der ordentlich Speed hat.

Der Titelsong „Prayers For The Damned“ hingegen ist eher melodisch-langsam und nachdenklich. Der Song lebt von seinen Lyrics und ausgeklügeltem Songwriting, sodass man sich auch bei ruhigeren Klängen der Macht des Songs nicht entziehen kann. Ähnliches gilt für „Better Man“, ein Song, der in seiner emotionalen Art Anlehnung an Rock-Balladen nimmt.

„When We Were Gods“ hat das Potenzial zu einem klasse Live-Song. Abwechselnd soft und heavy, mit Keyboard unterlegt, ist das Stück vor allem bei den Vocals intensiv und überzeugend. Ein dominierender Bass zieht sich durch den Song, genauso auch beim Nachfolger „Belly Of The Beast“. Unterschiede gibt es aber trotzdem: Die Vocals sind hier bearbeitet und passen mit ihrem elektronischen Touch recht gut zum groovig-jazzig-funkigen Grundton.

Überzeugende Gitarren, kreischende Soli, moderner Metal und ein fetziger Rhythmus, sind das Markenzeichen von „Everything Went To Hell“. Wiederum ein Stück, das sofort überzeugt und Lust auf mehr macht, was von „The Last Time“ befriedigt wird. Nicht ganz so stark im Rhythmus, aber intensiv gespielt und knackig, gleichzeitig melodiös und mit gutem Text hinterlegt, ist diese Nummer mit ihrem aggressiven, dominierenden Bass die letzte, die reinknallen darf, bevor SIXX: A.M. mit „Rise Of The Melancholy Empire“ das Album nachdenklich beenden.

Piano, akustische Gitarrenklänge, traurig-melancholische Vocals, stimmige Chor-Passagen, orchestrale Arrangements und bombastische Höhepunkte bestimmen den letzten Song des Albums. Auch wenn „Rise Of The Melancholy Empire“ ein wenig anders klingt als die restlichen Nummern auf „Prayers For The Damned“, hat dieser Song seine einhundertprozentige Berechtigung, da er wiederum ein Zeugnis des großartigen Songwritings dieser Band ist.

Conclusio:
Wie man lesen konnte, sind es elf harte, melodische und überzeugende Songs geworden, die in meinen Augen dem Vorgänger-Album noch etwas draufsetzen konnten. Die Mannen von SIXX: A.M. ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und hängen auch nicht in der Vergangenheit fest, sondern machen coole, moderne Rock-Musik mit Härte und Groove, der man sich nicht entziehen kann.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (11.05.2016)

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