TOXICROSE - Total Tranqulity

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VÖ: 16.05.2016
Bandinfo: TOXICROSE
Genre: Hard Rock
Label: City of Lights Rec.
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Schweden TOXICROSE ließ ich 2012 anläßlich der Veröffentlichung ihrer gleichnamigen EP 2012 hochleben. Nicht zu Unrecht, wie etwa ein Smasher wie "A Song For The Weak" eindrucksvoll und nachdrücklich untermauerte. Nun, fast vier Jahre später haben es die Skandinavier auf die Reihe gekriegt, endlich ihr Full-Length-Debut auf den Markt zu bringen. An aktuellen Maßstäben gemessen schon grundsätzlich ein Fail, weil es sich kaum eine Band leisten kann, fast vier Jahre in Medienabstinenz verstreichen zu lassen. Was also vermögen die blassen Schwarzledernieten-Typen auf ihrem ersten Longplayer aufzubieten? Schon die erste Videosingle "We All Fall Down" sowie der geile Opener "World Of Confusion" machen deutlich, dass die vier Schweden zwar ihr bekanntes wie vertrautes Konzept wieder aufgreifen und auch packend umzusetzen vermögen, jedoch auf Albumlänge daran scheitern, die geilen wie liebgewonnenen Trademarks in ähnliche Kracher wie die genannten Titel umzumünzen.

"Total Tranqulity" ist zwar keineswegs ein schlechtes Album, doch leider kann das Quartett die auf der Debut-EP gezeigte Qualität auf volle Albumlänge nicht flächendeckend halten, sodaß sich auf "Total Tranqulitiy" schon des Öfteren Mittelmaß breitmacht. Die Qualitäts-Bandbreite reicht dabei von gut ("The Silent End Of Me" oder "Reckless Society") über bemüht ("Killing The Romance", "We Own The Night") bis schwach ("Sinner"). Balladen klangen auch schon mal durchdringender und schmachtender als auf "Because Of You" und warum der Titelsong über acht Minuten dauern muss, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Auch wenn "gehobenes Mittelmaß" grundsätzlich nicht brüllend klingen mag, so muß dennoch gesagt werden, dass TOXICROSE sowohl in puncto Songqualität als auch hinsichtlich des Hitfaktors ihrem Mitbewerb überlegen sind, aber an die Szenekracher (CRASHDIET, CRAZY LIXX & Co.) doch nicht rankommen. Von einem langgereiften Debut hätte man sich - vor allem nach der EP - viel mehr erwarten dürfen als ein sich ein wenig im Kreis drehendes Album, vom absolut unpassenden und Sleaze-inkompatiblen Coverartwork gar nicht zu reden!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (15.05.2016)

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