Six Feet Under - Graveyard Classics IV: The Number of the Priest

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VÖ: 27.05.2016
Bandinfo: SIX FEET UNDER
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
Lineup  |  Trackliste

Heavy-Metal-Titanen im Death-Metal-Gewand

Welcher von der Faszination Death Metal angefixter Metaller hat nicht schon mal davon geträumt, die unsterblichen Metal-Klassiker von IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST im etwas roheren Gewand zu hören. Mit den „Graveyard Classics IV: The Number Of The Priest“ bietet sich nun die allerbeste Möglichkeit. Chris Barnes und Co schaffen es gekonnt diese heißen Metal-Perlen “umzuwandeln“. Alles etwas rauer, etwas dreckiger und mit den bekannten Growls und dem à la "abgestochenes Schwein"-mäßigen Gequieke (manche Screams klingen einfach wirklich wie die eingefangenen Töne eines Schweins, welches „Fucked With A Knife“ in Real-Life erlebt).

Hat man sich mit den ersten drei Teilen der „Graveyard Classics“-Reihe dem Material unsterblicher Rock- und Metalgrößen wie BLACK SABBATH, DEEP PURPLE, SCORPIONS, JIMI HENDRIX, METALLICA, RAMONES und mit dem gesamten zweiten Teil der „Graveyard Classics “ AC/DC gewidmet, so liegt nun das Augenmerk auf den Heavy-Metal-Göttern JUDAS PRIEST (mit fünf Songs vertreten) und IRON MAIDEN (mit sechs Songs vertreten).

Den Start in die Platte macht dann eine der bekanntesten Stücke von JUDAS PRIEST: „Night Crawler“ wird rein soundmäßig großartig dem Death Metal angepasst, auch wenn der Sound, im Gegensatz zur Ur-Version, eher etwas gedrosselt erscheint. Stampfend und Groovend zieht die abgefuckte Version des Night Crwalers gleich zu Beginn über die Lauschlappen hinweg und macht deutlich Spaß auf mehr.

„Starbreaker“ und „Never Satisfied“ vom 1974er JUDAS PRIEST Debüt „Rocka Rolla“ halten gekonnt den hohen Maßstab. Das schnell runter gespielte „Murders in the Rue Morgue“ mit seinen sich überschlagenden Vocals stellt dann für Chris' Growlings eine kleine Herausforderung dar, die der SIX FEET UNDER-Fronter aber gekonnt umsetzen kann. Auch „Prowler“ vom 1980er IRON MAIDEN Debüt zieht gut durch den Schädel und lässt das Deather-Herz höher schlagen. Die Jungs stämmen den Song gar zu den Vorzeigestücken der Platte. Mit den Klassikern „The Evil That Men Do“ und „Strangers In A Strange Land“ gibt es dann weitere unsterbliche Hochkaräter-Kost.

Die einzelnen Songs sind, jeder für sich, über jedes Wort erhaben. Doch, um nicht ganz auf ausgelatschten Pfaden zu wandern, verzichtet SIX FEET UNDER auf eine Vielzahl an IRON MAIDEN- und JUDAS PRIEST-Klassiker und räumt eher Songs, die noch nicht von A-Z gecovert wurden, berechtigte Existenz ein.

Lauschlappen-Orgasmus-Faktor: „Night Crawler“.



Ohne Bewertung
Autor: inhonorus (27.06.2016)

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