VULTURE - Victim To The Blade

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VÖ: 17.06.2016
Bandinfo: VULTURE
Genre: Speed Metal
Label: High Roller Records
Lineup  |  Trackliste

Ich hab an diesem völlig überdrehten, ja hysterischen Sound der Armada an exquisiten Neo-Speed-Kapellen einen echten Narren gefressen. Diese Leidenschaft für die Klänge von Acts wie STALLION, SPEEDTRAP, RANGER, METALIAN, SKULLFIST oder EVIL INVADERS muss man nicht verstehen, kann man als geeichter und qualitätsbewußter Metaller aber sehr wohl. Dann wird man bzw. Frau auch nachvollziehen können, dass eine Combo wie VULTURE auf diesen Seiten nicht unerwähnt bleiben darf. Wie die Vorgenannten düsen auch die Nordrhein-Westfalen mit Vollgas über die imaginären Sound-Highways. Die Lautstärke ebenso auf Anschlag wie das Gaspedal tief nach unten durchgedrückt, braust das Quartett durch seine Debut-Mini. Und das mit übersteuert-halligem Gesang, spitzen Schreien und messerscharfem Riffing garnierte, hektische Geholze sorgt wohl nicht nur bei mir für mächtig Spaß in den Backen. Gänzliche Newbies sind die Band-Mitglieder jedoch nicht, schließlich haben sie sich schon in honorigen Underground-Combos wie BULLDOZING BASTARD oder WIFEBEATER ihre Sporen verdient und folgerichtig und gekonnt "Rapid Fire" der Metal-Götter JUDAS PRIEST auf diesen lässigen Viertracker, der im Prinzip dem Demo mit modifiziertem Sound entspricht, gehievt.

An die Klasse der Genre-Leader kommen VULTURE trotz aller Underground-Credibility und ihrem feinem Sinn für die zündende, originäre Grundessenz jener wüsten Speed/Thrash-Gründertage und ihrer Signature-Combos (RAZOR, SAVAGE GRACE, AGENT STEEL, EXCITER etc.) zwar noch nicht heran, das Rüstzeug beherrscht der Vierer allerdings aus dem Eff-Eff. Der hemmungslose Titeltrack oder der Opener "Vulture" bilden eine starke Basis, auf der noch vermehrt Widerhaken platziert werden sollten, damit die Gruppe nicht vom Rest der ungestüm lospreschenden Meute sprichwörtlich überrannt wird. Dennoch hinterlegt die Band mit ihrer flotten Hi-Speed-Debut-EP, die unbändige Aggression mit hemmungsloser Geschwindigkeit mischt (und vor allem mit dem fesselnden " Delivered To Die") ihr Visitenkärtchen. Man darf sich auf das Longplay-Debut freuen, diese Combo sollte man als Freund genannter Bands jedenfalls auf dem Radar behalten, zumal aus Deutschland bislang wenig Vergleichbares zu vermelden ist.

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Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (29.06.2016)

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