CENTINEX - Doomsday Rituals

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VÖ: 08.07.2016
Bandinfo: CENTINEX
Genre: Death Metal
Label: Agonia Records
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

"Redeeming Filth" markierte 2014 die Rückkehr der Schwedentod-Underground-Helden CENTINEX und heimste zu Recht Lob für diese Schlachtplatte ein. „When Bodies Are Deformed“ oder "Moist Purple Skin" knallten amtlich und ließen die Wiederauferstehung nicht sinnlos erscheinen. Auf "Doomsday Rituals" fällt zunächst der im Vergleich dünnere Sound auf. Gerade im Genre eigentlich keine Empfehlung, da hier Groove und Volumen doch eine amtliche Rolle spielen. Kann man hinnehmen, wenn die Qualität der Songs stimmt. Und die paßt, vom behäbigen, aber schwer sägenden und keinesfalls schlechten Opener "Flash Passion" weg, absolut. Auf "From Intact To Broken" zieht das Tempo wieder an, der Titel pfeift anständig, so will der Schwedendeath-Aficionado sein blutiges Kotelett serviert bekommen, das auch seinem Bruder aus Florida mundet (vor allem OBITUARY gingen nicht spurlos an den Nordmännern vorüber).

"Dismemberment Supreme" haut amtlich rein und frißt sich in die Gehirnrinde, während "The Shameful Few" als geiles und ganze Eichenwälder niederfräsendes Rhythmusbiest überzeugt. Die Groovewalze "Exist To Feed" oder "Death Decay Murder" bieten alle Genretrademarks auf, dennoch nimmt der Vierer das Ganze mit zunehmender Spieldauer doch ein wenig auf die leichte Schulter, weil sich hier auch vermehrt Beliebigkeit und Austauschbarkeit einschleicht, die ihren Höhepunkt im sinnbefreiten Instrumental "Doomsday" findet. Leider können nicht alle Titel die Qualität des auf den Punkt gespielten, breitbeinig daherstampfenden "Generation Of Lies" oder des geilen "Sentenced To Suffer" halten, dennoch dürfen sich alle Elchtod-Fans an diesem Schmankerl erfreuen. Schon Zeit ihres Bestehens weit unter Wert geschlagen, werden es die Schweden? auch aktuell schwer haben, sich durchzusetzen. Umso mehr dürfen ihre Verehrer aber an Genre-Kleinoden wie "Doomsday Rituals" laben. Meinen Segen haben sie!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (04.07.2016)

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