MORTILLERY - Shapeshifter

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VÖ: 27.05.2016
Bandinfo: MORTILLERY
Genre: Thrash Metal
Label: Napalm Records
Lineup  |  Trackliste

Dieses Jahr ist wieder einiges los im Thrash-Sektor. Die Szenekönige von DESTRUCTION setzten uns „Under Attack“, die Bay-Area Thrasher DEATH ANGEL legten ihr „The Evil Devide“ vor und die Italiener von GAME OVER bewiesen mit „Crimes Against Reality“ (Hier geht’s zum Review) dass sie noch lange nicht “Game Over“ sind. Des Weiteren sorgten SUICIDAL ANGELS mit „Division Of Blood“ für neues griechisches Futter und die Brasilianerinnen von NERVOSA legten mit „Agony“ (Hier geht’s zum Review) eine mordsmäßige Abrissbirne vor. Nicht zu vergessen, dass in kürze die neue Knüppel-Rille von SODOM, „Decision Day“, im Plattenladen steht. Doch nun sind die Kanadier von MORTILLERY am Zug und ihr neues Album „Shapeshifter“ ist dabei nicht weniger als das aus der Szene so bekannte Make-It-Or-Break-It-Album.

Der “Marsch-Sampler“ zu Beginn von „Radiation Sickness“ ebnet den Einstieg in den Silberling. Besser hätte sich der Anfang nicht anhören können, denn es wird in bester Manier sofort drauf los marschiert und das Heil in der Flucht nach vorne gesucht. Energiegeladene Vocals von Cara McCutchen, die nebenbei erwähnt sehr männlich daher kommen, interessante Riff-Attacken, nicht zu kurz kommende Melodielinien und ordentlich Pfeffer im Allerwertesten - das ist „Radiation Sickness“. Mit Speed Metal angehauchter kanadischer Thrash. Der Refrain und die Gitarren-Soli setzten weitere Zeichen und die Bombe platzt!

Nachdem gut ausgearbeiteten Opener gibt es mit „Age Of Stone“ gleich einen gehörigen Nachschlag. Die E-Klampfe spielt weiter im High-Speed-Modus, hinzu mischen sich gelungene Breaks und ein schweinemäßiger Groove. Wer jetzt noch die ausgelatschten Stelzen still hält, sollte sich mal ernsthaft Gedanken machen [Worüber? Über neue Stelzen? d.Korr.]. Wütend und Zerstörerisch kreist die Abrissbirne durch die Lauschlappen. Dazu kommen die gelungenen Tempospielereien, die es immer wieder schaffen den Hörer nach vorne zu schubsen. Gelungener Thrash!

„Mantis“ beginnt eher wie ein Speed-Thrash-Monster und erinnert an den Beginn von „Tortured By The Beast“ der belgischen Speed Metaller EVIL INVADERS oder an die Landsleute von SKULL FIST. Dann fährt die Nummer mit der harten Schlagzeugarbeit eher in der härteren Variante des Thrash-Universums und kann im weiteren Verlauf groovend richtig an Fahrt gewinnen. Eine unaufhaltsame, sehr böse Nummer von MORTILLERY. Nahtlos geht der Track über in das aus allen Rohren stampfende „Black Friday“, das ebenso nach vorne groovt wie ein verfickter aufgebrachter Stier auf einem Flickenteppich [WTF?! d.Korr.]. „Black Friday“ ist eine Nummer, die um den “Lauschlappen-Orgasmusfaktor“ mit ringt.

„Wendigo“ und „At The Gates“ zünden nicht auf Anhieb, aber „Torture“ holt dafür ein weiteres Mal die Keule aus dem Sack und thrasht wie der Großteil der Songs unaufhaltsam nach vorne. Der Titeltrack und zugleich auch Rausschmeißer „Shapeshifter“ überzeugt dann wieder mit einer starken Speed Metal-/Heavy Metal-Ausrichtung. Der Thrash wird anfangs etwas zurückgefahren, geht aber bei weitem nicht verloren. Die Teilweise ziemlich clean ausgefallenen Vocals setzten noch einen drauf.

MORTILLERY ist mit ihrer dritten Platte wahrlich was Großes gelungen. Abwechslungsreiche Produktion, die jedoch nicht überproduziert ausfällt. Die Messlatte wird von Beginn an hoch gelegt und kann gehalten werden. Mit „Shapeshifter“ zeigen sich MORTILLERY in Bestform.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Mantis“.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: inhonorus (15.07.2016)

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