The Dead Daisies - Make Some Noise

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VÖ: 05.08.2016
Bandinfo: THE DEAD DAISIES
Genre: Hard Rock
Label: Spitfire Records
Lineup  |  Trackliste

Neues aus dem Hause der Allstar-Truppe um Gründer und Songwriter David Lowy. THE DEAD DAISIES-Vertraute wissen natürlich umgehend, wer hier am Start ist, allen anderen dürften prominente Namen wie John Corabi, Brian Tichy oder Marco Mendoza (bereits auf dem Vorgänger "Revolucion" mit am Start) oder der neu mit an Bord genommenen Doug Aldrich jedoch auch ein Begriff sein. Dass hier nicht nur Namedropping angesagt ist und die Beteiligten nur von Ruhmestaten aus vergangenen Zeiten (Mitwirkung u.a. bei WHITESNAKE, DIO, MÖTLEY CRÜE, THIN LIZZY oder OZZY OSBOURNE) zehren, sondern richtig geiles Zeug und Qualität abgeliefert wird, bewiesen sie bereits mit den vergangenen beiden Alben. Den einprägsamen neuen Titeltrack "Make Some Noise" und den geilen Opener "Long Way To Go" durfte ich mir bereits in den Liveversionen am heurigen Bang Your Head-Festival reinziehen, wo die Altherrenriege einen dynamischen und schwungvollen Auftritt auf die Festivalbühnenbretter hinlegte.

Aber auch auf dem restlichen Album zaubern die reifen Herren lässig, abgeklärt und frei von Zwängen. Die hör- und erlebbare Spielfreude fließt - gemeinsam mit der jahr(zehnte)langen Routine, massig Herzblut und dem blinden Verständnis und Gespür für Melodien und den Blues - in die neuen Stücke ein. Dass die versierten Musiker dabei aber nicht - wie sonst oft bei alten Hasen zu beobachten ist - langweiliges Blues/Hardrockgedudel präsentieren, sondern auch amtlich Gas geben können, lassen sie etwa bei "Mainline" hören, das feist nach vorne treibt. Auch aus Album Nummer drei strömt aus jeder Spielminute vitale Lust am Rocken und Leben, erdiger Groove und kernige Gitarrenriffs. Mit "Fortunate Son" (CCR) und "Join Together" (THE WHO) haben es auch wieder Coverversionen auf das Album geschafft, sodass es der neue Dreher auf eine Gesamtspielzeit von einer Dreiviertelstunde bringt.

Die Kirsche auf dem Kuchen ist einmal mehr die Stimme von John Corabi, welche die energetischen Rock-Smasher veredelt. "Song And A Prayer", "We All Fall Down" oder "How Does It Feel" mögen stellvertretend genannt werden für den neuen, gelungenen Songs, die "Make Some Noise" zu einer Wohltat organisch klingenden Hardrocks verdichten, zwar immer wieder an diverse legendäre (Hard-)Rockacts von AEROSMITH bis LED ZEPPELIN bis WHITESNAKE und VAN HALEN erinnern, aber dennoch - oder gerade deswegen - nicht nur den Fans der beteiligten Musiker den Sommer versüßen. Gelungen wie empfehlenswert für alle Freunde echter, handgemachter Rocksounds.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (05.08.2016)

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