GOV'T MULE - The Tel-Star Sessions

Artikel-Bild
VÖ: 05.08.2016
Bandinfo: GOV'T MULE
Genre: Blues Rock
Label: Mascot Label Group - Provogue Records
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste

In den vergangenen Jahren sind echte Neuerscheinungen bei GOV’T MULE rar geworden. Zuletzt gab es das Studioalbum „Shout!“ 2013. Die Band ist jedoch nicht untätig, veröffentlichen sie doch weiterhin munter ein Album nach dem anderen, aber bestehendes Material. Zum Beispiel 2014: zum 20-jährigen Bandjubiläum ein Live-Album mit alten Konzertmitschnitten, Anfang 2015 folgte „Sco-Mule“, bei dem ältere Aufnahmen von 1999 mit Jazz-Gitarrist John Scofield und Keyboarder Dan Matrazzo neu überarbeitet wurden, und Mitte 2015 schließlich „Dub Side Of The Mule“ – ebenfalls mit alten Live-Mitschnitten, Soundexperimenten und klassischem Blues.

Jetzt, im Sommer 2016, tun sie es wieder. „The Tel-Star Session“ ist altes Material in dezent neuer Aufmachung, das heißt neu abgemischt und remastered, aber ohne dabei den ursprünglichen Gedanken oder den Anfangssound der Band zu verändern. Dass nicht viel daran herumgemurkst wurde, hört man bei den noch nie veröffentlichten Demos aus dem Anfangsjahr 1994 ganz deutlich. Vergleicht man den einen oder anderen Demo-Song mit einer bekannten Version (z.B. "Blind Man In The Dark"), hört man auch gleich die Unterschiede.

Auf „The Tel-Star Session“ klingen die Blues-Rocker richtig erdig und urtümlich. Die Spannung der frühen Tage wird vom Original-Line-Up Warren Haynes, Allen Woody und Matt Abts wirklich gut eingefangen und nimmt viel vom Sound der 80er und 90er mit. Trotzdem wird ein bekanntes Stück wie „Blind Man In The Dark“, das dann 1998 erschien, natürlich sofort erkannt, auch wenn die Vocals anders klingen und man glaubt, einen psychedelischen Touch heraus zu hören.

Zusätzlich zum rohen Sound mit den typischen 12-Bar-Blues-Läufen und den recht oft dominierenden Bass-Klängen („Mother Earth“) hört man einen dreckigen Groove, wie bei „Rocking Horse“ oder jazzige Elemente wie bei „The Same Thing“. Dann gibt es Rock’n’Roll beim FREE-Cover „Mr. Big“ oder knackige Blues-Rock Parts gewürzt mit Southern Rock bei „Just Got Paid“, einem Cover des ZZ-TOP-Songs. An verzerrten Vocals hat man sich auch versucht, Beispiel dafür die Nummer „Monkey Hill“.

Die Qual der Wahl überlassen GOV’T MULE dem Zuhörer beim letzten Song. Ob nun „World of Difference“ Variante 1 oder Variante 2  die bessere ist, kann man sich aussuchen.

Alles in allem ist "The Tel-Star Sessions" ein Album, das die Anfänge einer Band abbildet, die sich aufmachte, eine der ganz großen Nummern im Blues-Rock zu werden. Für den Fan also eine interessante Zeitreise "Back To The Roots".



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (14.08.2016)

WERBUNG: Svart Crown
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE