Ewig Frost - No Dice

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VÖ: 01.07.2016
Bandinfo: Ewig Frost
Genre: Black´n´Roll
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Coole Säue sind sie schon, diese EWIG FROST. Nicht nur auf Platte, sondern auch auf den Bühnenbrettern, wo sie mit ihrem fetzgeilen Gig am Alpine Steel-Festival auch im Westen der Republik ihre speckig-abgegriffene Visitenkarte abgaben und reihenweise für Begeisterung und akustische Betonwatschen sorgten. Hart, laut und rotzig frisierte der dreckige Dreier so manchen Scheitel im Auditorium und machte mit diversen neuen Oden an den Dirty Rock n Roll, Tod, Suff & Co. mächtig Gusto auf das neue Album.  Und "No Dice" löst das Versprechen im Stile klassischer Metalpunk-Trios wie VENOM oder MOTÖRHEAD und der brandheißen Rödelgarde MIDNIGHT oder TOXIC HOLOCAUST sowie neueren DARKTHRONE ein.

Das doomige "Void" kriecht eingangs noch schleppend daher, ab da donnert "High Octane Anarchy" einem fetten Musclecar gleich über die staubige Wüstenhighways, betrieben von einer hochprozentigen Mischung aus Whiskey und Diesel. Auch die restlichen Spielminuten strotzen nur so vor unbändiger Power und Crust-, Outlaw-, Skatepunk- und Country-Charme. "Through Deserts And Dust" frißt sich im Ohr fest und läßt - ebenso wie etwa "Black Mountain Madness" - auch die blackige Seite der Wiener aufblitzen, während "Atomic Release" herrlich nach vorne treibt und mit einem spitzen Einleitungs-Scream besticht. Der Titelsong wiederum ist ein cooler Mitbrüller, der mit seiner zweiminütigen Spielzeit alles auf den Punkt bringt.

Dass man von der vielzitierten Hauptstadt des Morbiden und Zynischen aus operiert, kann das Trio natürlich auch nicht leugnen und unterstreicht dies auch mit dem gelungenen „A Achterl aufs Sterben (Schenk nu an ei!)“, dessen vom dreckigen Organ von Fronter Niitro intonierter Slogan "A Achterl in Ehren...heite trink ma auf´s Sterben!" über dem dröhnenden Bass und dem rumpelig-charmanten Schlagzeug noch länger nachhallt. "No Dice" atmet den Odem modriger Probekeller und siffig-rabiater Vorstadtspelunken, brettert mit gnadenlosem Speed daher und punket auf voller Länge mit kantiger Glaubwürdigkeit. Krallt euch den dritten Longplayer der ersten Adresse in Sachen Hi-Octane-Metalpunk/Black n´ Roll und...um es mit dem Bandmotto zu sagen..." Stay frost(y)!"

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (08.08.2016)

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