MAVERICK - Big Red

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VÖ: 26.08.2016
Bandinfo: MAVERICK
Genre: Hard Rock
Label: Metalapolis Records
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Lineup  |  Trackliste

Vor zwei Jahren schrieb ich mein erstes MAVERICK Review, damals zum Debüt-Album "Quid Pro Quo", das sehr großes Lob abbekam, da der Sound der Band so richtig frech und frisch war und an viele gute alte Hard Rock-Bands anschloss, wie WINGER, RATT oder CINDERELLA. 

Da stellt sich nun natürlich die Frage, ob die Jungs aus Nordirland mit dem Nachfolger-Album "Big Red" halten können, was sie damals versprochen haben. Nach mehrmaligem Durchhören ist es klar: Das neue Werk ist von der ersten bis zur letzten Nummer geprägt von ins Ohr gehenden Songs. Da gibt es immer wieder Hooks, die einen nicht loslassen, gekonnte und gut eingepasste Soli, knackig-fette Basslines, coole Beats vom Schlagzeug, überzeugende Vocals von Sänger David und vor allem die Chorus-Passagen bzw. mitsingbaren Refrains, denen man sich nicht entziehen kann.

Trotzdem wirkt es auf mich nicht ganz so frisch-frech wie das 2014er Werk. Die Qualität ist natürlich ausgezeichnet, die Jungs haben sich einiges zu ihren Songs überlegt und auch ein paar bekannte Namen als Gäste aufgetrieben: So finden wir einen Gesangsbeitrag von THE POODLES-Sänger Jakob Samuel oder ein Gitarrensolo von Kane Roberts (ALICE COOPER) auf dem Album. Insgesamt fehlt mir aber dieser total überzeugende Biss vom letzten Mal. Die Songs kommen alle in ziemlich der gleichen Gangart mit dem klassischen Hard-Rock-Stil der 80er rüber, wie ihn WINGER und Konsorten spielten.

Der Opener "All For One" nimmt einen sofort mit auf die Hard Rock-Achterbahn, Nummer Zwei "Free" ist ein wenig lasziv und hat einen Hauch Glam mit dabei, dann folgt der flotte Hard-Rocker "The One". "Mademoiselle" erinnert mich gelegentlich an zwei bestimme australische Bands (Anm. d. Red.: Welche das sind, hat der neugierige Leser selber rauszufinden!), und das Basslastige "Forever" trumpft mit seinen ins Ohr gängigen Chorus-Stellen. In dieser Marschrichtung geht's dann durch bis zur vorletzten Nummer "Asylum", die hie und da DIO durchklingen lässt, und bei der die beiden Gäste Kane Roberts und Jakob Samuel auftreten. Diese Nummer ist auch schon veröffentlicht - siehe dazu unten das Video.

Einzig das letzte Stück "Fly Away" klingt wirklich anders. Hier versteckt sich der romantische Song, um den fast keine Hard Rock-Band herumkommt. "Fly Away" besticht durch akustische Gitarren und legt den Schwerpunkt eindeutig auf die Vocals. In dem Fall muss ich es David Balfour lassen - dieser Song ist ihm sehr gut gelungen. Er arbeitet die emotionalen Höhen und Tiefen schön heraus und zeigt, dass mehr in ihm steckt als ein reiner Rock-Sänger.

Fazit: ein lässiges Hard Rock-Album mit durchgängig ins Ohr gehendem Sound. Vielleicht ein bisschen zu gleichmäßig das Ganze, aber für den Hard Rock-Fan der alten Schule sicherlich ein Album, das man vom ersten bis zum letzten Song lieben, und wo man bei den tollen Refrains immer mitsingen kann.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (21.08.2016)

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