Derdian - Revolution Era

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VÖ: 24.06.2016
Bandinfo: Derdian
Genre: Progressive Power Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Nachdem DERDIAN sich von ihrem langjährigen Sänger Ivan Giannini verabschieden mussten, nahmen sie dies gleichzeitig zum Anlass, den 10-jährigen Geburtstag ihrer "New Era" Trilogie mit einem Album der ganz besonderen Sorte zu feiern. Die Jungs holten sich eine Riege an hochkarätigen Gästen an den Start und nahmen alte Hits komplett neu auf. Die Liste könnte sogleich die einer namenhaften Metal Opera verkörpern, wenn man Namen wie Fabio Lione, Ralf Scheepers oder D.C. Cooper liest. Aktuell sind die Italiener noch auf der Suche nach einem Label, was im Umkehrschluss bedeutet, dass dieses Werk in Eigenregie entstanden ist.

Musikalisch bietet man uns einen schönen Querschnitt durch die Diskografie, wartet klassisch mit dem "Ouverture"-Intro auf, das Ex-FIREWIND Sänger Apollo Papathanasio veredeln durfte. Anschließend geht's mit der Uptempo-Hymne "Burn" und Henning Basse (der witzigerweise der Nachfolger an den Vocals von Apollo bei FIREWIND ist) in die Vollen. Als erstes fällt auf, dass die Produktion sehr fett und sauber klingt, was ohne Label im Rücken keine Selbstverständlichkeit ist. Sehr dynamisch wirkt die Ballade "Forevermore", die ein theatralisch angehauchtes Duett von Elisa C. Martin und Terence Holler verkörpert. Ein Stück, das ruhig und akustisch beginnt, sich nach hinten raus aber immer weiter steigert.

Wer übrigens nach weiteren ruhigen Stücken Ausschau hält, der wird "enttäuscht" sein. DERDIAN haben aus ihrer Diskografie die dicksten und schnellsten Hymnen zusammengekramt, die dem Hörer unnachgiebig um die Ohren geschmettert werden. Das - plus die extrem aussagekräftigen Gast-Performances - macht "Revolution Era" wirklich zu einem tollen Geburtstagsgeschenk für sich selbst und natürlich auch für die Fans. Wer DERDIAN noch nicht kannte, der dürfte durch dieses nette Werk einen guten Überblick über das bekommen, was die Italiener auszeichnet. Natürlich darf man sich von der Gästeliste nicht "blenden" lassen, denn das war in diesem Zusammenhang sicherlich eine einmalige Sache. Dennoch überbrückt das Teil perfekt die Wartezeit auf neues Material und bietet größtenteils hymnischen Uptempo-Power Metal der alten Schule!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Sonata (19.10.2016)

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