SMOKEY FINGERS - Promised Land

Artikel-Bild
VÖ: 09.07.2016
Bandinfo: SMOKEY FINGERS
Genre: Southern Rock
Label: Tanzan Music
Lineup  |  Trackliste

Wer jetzt an den wilden Westen denkt, ihr seid damit nicht allein. ABER! Nix mit Amerika, nicht mal annähernd. SMOKEY FINGERS sind Italiener. Und sie machen richtig erdigen Rock, der einen beim Anhören instant mental auf einen verlassenen Highway katapuliert. Wind im Haar, Sonne im Gesicht und rundherum nur Freiheit. Inklusive Sonnenaufgang - nicht Untergang. Sonnenuntergang wäre romantisch, vielleicht ein wenig melancholisch, aber davon sind SMOKEY FINGERS weit entfernt - sie machen eher Sonnenaufgangsmusik, die einem das Gefühl gibt dass heute definitiv noch alles möglich ist. Was kostet die Welt.
Was können die Italiener eigentlich nicht?


Bei den ersten Tönen von „Black Madame“ spielt das Gehirn Assoziationen durch: Klingt wie? Es fällt mir nicht ein, aber „Black Madame“ ist definitiv ein eingängiger, partytauglicher Song zum Mitsingen, ein Song der jeden an irgend eine schwarzhaarige, wilde Schönheit erinnert - garantiert.
Bei „Rattlesnake Trail“ ist jetzt endgültig Highway-Feeling pur, das Lied könnte eine Folge „Supernatural“ einläuten, unerschrockene Jünglinge, die Dämonen und Ähnliches Viehzeug in den ewigen Weiten der U.S. abschlachten, würden diese Musik hören.
Was Diego ‚Blef‘ Dragoni mit seiner Gitarre anstellt, geht unter die Haut und selbst wer sonst nichts mit aufgekratzten, rockigen Riffs anfangen kann - so kriegen SMOKEY FINGERS jeden rum.


Musikalisch machen SMOKEY FINGERS nichts „noch nie Dagewesenes“  - aber man muss auch nicht jede Woche das Rad neu erfinden. Feiner Southern Rock ist es und es reicht absolut wenn man sein Handwerk beherrscht und die Leistung abliefert, die erwartet wird. Und das tun sie, mit jeder Minute auf dem neuen Album. Das 2011er Album hatte damals schon in so mancher Ecke Begeisterung ausgelöst, nachgelassen haben SMOKEY FINGERS nicht.


„The Road Is My Home“, bitte schön, an Alle die gern schnelle, heiße Eisen unter dem Hintern haben, das ist EURE Hymne. Ebenso extrem eingängig, SMOKEY FINGERS hauen Einem auf diesem Album echt einen Hit nach dem Anderen um die Ohren.
Von „Damage Is Done“ über „The Basement“ zu „Last Train“ - leichte, aber nicht unbedingt seichte Musik-Kost. Gianluca ‚Luke‘ Paterniti hat eine perfekte Stimme für sowohl Genre als auch Lyrics - ein bisschen Reibeisen, ein bisschen schnurrender Revolverheld.

Unter Anderem listen sie bei den Bands, die sie beeinflussen: ZZ TOP und LYNYRD SKYNYRD - und ganz ehrlich, wenn man an Songs wie "Free Bird" denkt, das Feeling, der Grundton - man kommt auf's Gleiche.
„Thunderstorm“ sticht nochmal positiv heraus, mit schnellen treibenden Drums von Daniele Vacchini.
„Promised Land“ ist ein Album, das den Sommer zurückholt in nebelige Herbsttage, Erinnerungen an gute Zeiten wieder aufleben lässt.


Mit „No More“ läuft es langsam aus - ein richtig schönes, sanftes Lied zum Ausklang, das einen Hauch Melancholie hinterlässt.
Wer jetzt Lust gekriegt hat auf SMOKEY FINGERS sollte sich auch das „Columbus Way“-Album der Italiener zu Gemüte führen, da gibt’s auch ein paar Schmankerl zu entdecken.

Top Track des Albums: „Black Madame“

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lee (16.10.2016)

WERBUNG: Uzziel
ANZEIGE
WERBUNG: MADHOUSE
ANZEIGE