PROJECT THEORY - Something Between Us

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VÖ: 07.10.2016
Bandinfo: PROJECT THEORY
Genre: Nu Metal
Label: Sliptrick Records
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Lineup  |  Trackliste

Mit Nu-Metal im Stil von LINKIN PARK ist es immer so eine Sache. Meistens besteht diese Sache aus der Tatsache, dass es nicht LINKIN PARK, sondern eben nur ihr Stil ist. So ist es leider auch mit dem Debütalbum der Griechen hinter PROJECT THEORY. „Something Between Us“ umfasst zehn Tracks und eine stattliche Laufzeit von ca. 43 Minuten. Und so viel darf man schon vorausschicken: Weniger wäre hier mehr gewesen. Denn so gut produziert und an sich stimmig der Sound auch ist, klingt doch alles ein wenig zu ähnlich.

Ein Glück, nach dem Eröffnungs- und Titelsong „Something Between Us“ wird es nur besser. Ödes Songwriting, halbschiefe Gesänge, billige Effekte und stumpfe Riffs hört man in diesem Ausmaß hier zum ersten und letzten Mal. „Final Chapter“ gestaltet sich ein wenig runder, auch wenn die Gesangseinlagen immer noch weit von klar getroffenen Tönen entfernt sind. Immerhin klingen die Rap-Einlagen à la LINKIN PARK hier passender und vor allem gekonnter. Mit einem wahren Banger-Riff eröffnet „Guardian Angel“, das vermutlich seinen Platz in der Live-Setlist sicher hat. Auch die Vocals passen besser ins Gesamtbild (vielleicht nur, weil sie größtenteils leiser als vorher sind) – der Gesang ist klarer, der Rap aggressiver. Es folgt „Feelings“, das insgesamt etwas langsamer ausfällt, aber trotzdem von bleischweren Riffs begleitet wird. Leider haben PROJECT THEORY hier auch schon ihr gesamtes Pulver verschossen. Ich könnte mir an dieser Stelle noch 1000 Synonyme aus den Fingern saugen, um über den Rest des Albums das gleiche zu sagen wie über die ersten vier Songs, und es nur anders verpacken. Aber leider ist es im Endeffekt so: Jeder Song besteht aus der gleichen Struktur, den gleichen Stilmitteln, den gleichen Effekten. Es hat mich überdurchschnittlich viel Zeit gekostet, „Something Between Us“ durchzuhören und mir eine Meinung zu bilden; allerdings nicht weil die Musik anspruchsvoll oder kontrovers wäre, sondern weil mich das Album schlichtweg spätestens ab der Hälfte gelangweilt hat.

Soll zum Abschluss heißen: „Something Between Us“ ist allenfalls durchschnittlicher Nu Metal, ohne wirkliche eigene Seele. Das ist schade, denn PROJECT THEORY hätten rein musikalisch durchaus das Zeug, um besseres abzuliefern. Vielleicht hat ja einfach das Geld dafür nicht gereicht (obligatorischer Griechenwitz, den ich mir extra aufgespart habe).



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Lucas Prieske (16.10.2016)

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