Nightstalker - As Above So Below

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VÖ: 07.10.2016
Bandinfo: NIGHTSTALKER
Genre: Heavy Rock
Label: Noisolution
Lineup  |  Trackliste

Die MOTÖRHEAD des Stoner Rocks melden sich zurück!

Nach den sehr starken Vorgängeralben „Superfreak“ (2009) und „Dead Rock Commandos“ (2012) melden sich die Griechen mit neuem Futter zurück. Nummern wie das groovende „Baby, God Is Dead“ vom „Superfreak“ und der Titeltrack zum Mitgrölen „Dead Rock Commandos“ hängen immer noch irgendwo im Ohr. Gerade nach der letzten Langrille waren die griechischen MOTÖRHEAD des Stoner Rocks wieder sehr aktiv. Man erinnere sich nur, wenn man kann, an den Auftritt auf dem Freak Valley Festival 2013.

Schon seit 1989 treiben Argy & Co ihr Unwesen und gelten als eine der Pioniere des Heavy Rocks. Und auch wenn noch immer die Vergleiche mit MONSTER MAGNET und FU MANCHU an ihnen haften wie Hundescheiße am Schuh, legen die Griechen mit „As Above So Below“ ihren mittlerweile siebten, vom Grunge der frühen 90er beeinflussten Classic Rock mit Metal Background Langhammer vor. Stoner meets Psychedelic Rock.

Mit dem Opener „Naked Fire“ geht man gleich in guter alter NIGHTSTALKER-Manier zur Sache. Markant stampfende Gitarrenriffs, aussagekräftige Vocals, ein Refrain, der sofort ins Ohr zieht. Ausgeschmückt mit astreinen Hard Rock-Linen und gekonnten Psychedelic Rock-Spielereien. Lange musste man auf die siebte Langrille warten, doch schnell hört man, dass es die Griechen noch immer drauf haben!

„Zombie Hour“ ist ein idealer Live-Track. Gerade auf der Bühne wird diese Nummer ihrer Energie erst so richtig entfalten können. Etwas gedrosselter als „Naked Fire“ liegt dieses groovende Slow-Mo-Monster doch sehr schwer auf den Lauschlappen. Gerade auch hier ist wieder ein besonderer Blick auf den mitreißenden Refrain zu werfen. Ja, mitreißende Refrains zu kreieren zählte schon seit eh und je zu den Stärken von NIGHTSTALKER. „Zombie Hour“ ist bis dato der beste Song der Platte. Er geht über in „The Dog That No-One Wanted“, der gar nicht passender für einen NIGHTSTALKER-Song hätte betitelt sein können. Immerhin spiegelt der Songtitel in gewissem Grad das Problem der Band und ihren kommerziellen Erfolg wieder. Es ist einfach unfassbar, dass NIGHTSTALKER nach all den Jahren und den starken Alben noch immer nicht über den Underground-Erfolg hinausgewachsen sind. Vielleicht wird manchmal der Herkunft einer Band doch mehr Bedeutung beigemessen, als uns bewusst ist. Vielleicht wären NIGHTSTALKER schon sehr viel bekannter, wenn sie nicht den griechischen, sondern einen beispielsweise schwedischen, englischen oder gar deutschen Stempel tragen würden. Aber vielleicht ist dieser Gedanke auch nur ein Hirngespenst. Jedenfalls ist „The Dog That No-One Wanted“ eine weitere erstklassige Nummer.

Es geht weiter mit dem sehr rockigen „Forever Stoned“, welcher alle Zutaten für einen Super-Song besitzt, und „We Belong To The Dead“, das zur Abwechslung mal sehr verhalten anfängt und anfangs Halb-Balladen-Charakter aufweist. Gänsehaut-Feeling! Dann nimmt die Nummer im Mittelteil deutlich an Fahrt auf und zeigt sich von einer anderen Seite. Nach einer schwachen Nummer sucht man auf „As Above So Below“ vergebens.

Im Sektor Stoner Rock war dieses Jahr wieder einiges los. Anfang des Jahres legten WOLFMOTHER mit „Victorious“ vor und zuletzt brachten beispielsweise die amerikanischen Sludge/Stoner/Heavy Rock-Chartstürmer RED FANG mit „Only Ghosts“ ein neues Album heraus. Für das großartige „As Above So Below“ ist das mittelmäßige „Only Ghosts“ jedoch keine große Konkurrenz.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „The Dog That No-One Wanted“:



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: inhonorus (01.11.2016)

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