VADER - The Empire

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VÖ: 04.11.2016
Bandinfo: VADER
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Lineup  |  Trackliste

Kommander Peter hat seine Geschütze wieder in Stellung gebracht, um mit seiner seit Jahren eingeschworenen Mini-Armee zum nächsten Generalangriff auf die Ohren der Fanscharen anzusetzen. „Angels Of Steel“ ballert gehorsam auch aus den Boxen und legt die Meßlatte gleich eingangs sehr hoch. Doch das folgende, 33minütige Sperrfeuer erfüllt die anfänglich geschürten, einmal mehr hohen Erwartungen über alle Maßen. „Tempest“ prescht gnadenlos und mit großer Zerstörungskraft nach vorne. Fett geht es mit dem von der jüngst abgefeuerten „Iron Times“-EP her bekannten Stakkatoriffer „Prayer To The God Of War“ (das später folgende „Parabellum“ war ebenfalls auf diesem Appetizer enthalten) weiter. „No Gravity“ lädt zum Mitbrüllen ein und scheint wie von der Tarantel gestochen aus dem Schützengraben emporzuschnellen und alles überrollen zu wollen, während „The Army-Geddon“ einen komplexer ausgefallenen Kontrapunkt im ansonsten herrschenden Blitzgemetzel setzt. Die Death Metal-Kriegsmaschine ist mit Tracks wie dem tackernden „Genocidius“ (mit dickem Groovepart) kräftig aufmunitioniert und zerstört mit kontrolliert-gedrosselter Wucht (das rhythmische „Iron Reign“ oder das walzende „Send Me Back To Hell“)

Das an „Game Of Thrones“ angelehnte Coverartwork fängt das skizzierte Kriegsszenario ein und wurde abermals von Joe Petagno designt. Der polnische General operiert wiederum mit militärischer Präzision und unbarmherziger Brutalität. Doch trotz aller Verinnerlichung der langjährig gepflegten Trademarks vermag Peter einmal mehr mit einem rockig-thrashigen wie arschtighten Death Metal-Brett zu überzeugen und mit schmissig-tollem Songwriting und der gekonnten Symbiose aus gedrosseltem, walzendem Tempo und drückender, intensiv erfahrbarer Hemmungslosigkeit zu fesseln. Muß einem auch mal gelingen, zumal VADER ihren Pfad ja nicht erst seit gestern beschreiten und ein ums andere Mal High Quality ablieferten. „The Empire“ fetzt und ballert einmal mehr im großen Stile und bietet nach dem infernalen „Tibi Et Igni“ einen echten Kracher aus höchstmöglicher Dynamik, Vitalität (darf man im Death Metal überhaupt davon sprechen?) und zerstörerischer Wucht. Auf die Altvorderen ist im Death Verlaß. Nach ASPHYX beweisen dies VADER eindrucksvoll!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (31.10.2016)

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