THE END OF ROSALINA - Black Smoke

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VÖ: 21.10.2016
Bandinfo: THE END OF ROSALINA
Genre: Rock
Label: Mighty Music
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Lineup  |  Trackliste

“Who the f*** is Rosalina?” Das war die erste Frage, die ich mir stellte, als das Album des dänischen Quartetts THE END OF ROSALINA bei mir landete. Schnell nachgefragt, erklärte mir Stefan Ravn Edwardsen, Bassist der Band: „Rosalina is actually a lot of different things; a place, a feeling, an era, a person or what it means for the receiver. We created the band from a former band, so to us it symbolizes the transition from one era to another, the end of one band, was the beginning of a new.“

Und ich dachte, es handelte sich um eine Urlaubsromanze…

Nun, die Jungs lassen sich nicht lange bitten und starten mit Schwung in die neue Ära. Der Titeltrack des Debüts "Black Smoke" braucht kein langes Intro; Frontmann Jakob Riis legt gesanglich gleich los und gibt das Tempo vor, das uns fast ausnahmslos durch die elf Tracks begleitet. Man merkt das Händchen für melodische Refrains mit Ohrwurmcharakter von Anfang an. Stilistisch bewegt sich der Sound in der ersten Hälfte Albums im Alternative/Modern Rock, haben die erste Singleauskopplung ‚No Suit Is Suitable‘ und auch die darauffolgenden Songs ‚Fixed By Her‘ und ‚Octopus‘ doch, was die Gitarren-Riffs betrifft, merkliche Einflüsse von den FOO FIGHTERS. Ein persönliches Highlight für mich ist das ungewöhnlich betitelte ‚Together We Interact‘. Da meint man ja schon fast, da kommt jetzt irgendein Motivationssong aus einem Kinderprogramm, aber nein, es ist tatsächlich eine wunderbar semi-akustische Gute-Laune-Nummer über die positive Kraft von cooler Rockmusik.

Hernach wird’s härter auf dem Album. ‚Settling Down‘ driftet in den 70er Jahre-inspirierten Traditional Rock, komplett mit Mitgröl-Refrain; „Yeah, you got it! Yeah, you got it!“ Ein weiterer persönlicher Favorit ‚Seven O‘ verstärkt den Eindruck. Die weiblichen Background Vocals bringen hier ein bisschen Abwechslung und gute Harmonien in den Song. Bei ‚Tiny Black Dress‘ und ‚Rosalina‘ (Ahaa, da isse ja!) lässt sich die Band hörbar vom Drive und Rhythmus her von THIN LIZZY inspirieren. Das Finale ‚Dear Johnny‘ ist kurz, legt aber nochmal einen drauf, mit rotzigen Gitarren und einem dreckigen Bass, denen durch die eher knapperen Vocals Raum gegeben wird.

"Black Smoke" ist ein feines Debut, das zwar nicht unbedingt vom Hocker reißt, aber mit seiner Mischung aus melodischem und traditionellem Rock durchaus seine Momente hat. Schade ist nur, dass man wenig von den Lyrics versteht. Singt bitte ein bisschen deutlicher, Jungs! Venligst synge lidt klarere!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Betti Stewart (01.12.2016)

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