SUMERLANDS - Sumerlands

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VÖ: 16.09.2016
Bandinfo: SUMERLANDS
Genre: Heavy Metal
Label: Relapse Records
Lineup  |  Trackliste

Von SUMERLANDS habt ihr noch nie gehört? Es sei euch verziehen. Vielleicht kennt man mit Phil Swanson den Sänger der Band, der auch schon bei den Doom Metallern von HOUR OF 13 aktiv war. SUMERLANDS wiederum ist kein Doom Metal, sondern erinnert eher an traditionellen Metal mit Ozzy-Einschlag und vereinzelten Classic Doom-Elementen. Das ist also alles andere als modern und hip, was uns Swanson und Co. hier bieten. Ein bisschen scheinen auch die kauzigen CIRITH OF UNGOL durch, wobei sich die Vocals doch deutlich von dieser Referenzband unterscheiden. Man dürfte wohl etwas fixiert sein auf den Bandnamen, da er zugleich auch noch den Titel des Albums bedeutet. Und Überraschung: Es gibt auch einen Titeltrack, der als Outro fungiert. Da ist wohl jemand mächtig stolz auf seinen Namen.

Dafür ist diese Musik charmant und für Nostalgiker durchaus geeignet. Der Klang ist originell, weil er die Moderne gänzlich negiert. Als Hörer hat man immer das Gefühl, als ob sich der Nebel über den natürlichen Klang der Band gelegt hätte. “Sumerlands“ klingt also etwas stumpfer als dies der moderne Produktionsstandard erwarten lässt. Natürlich ist dieser Klang kein Versehen, sondern ein Stilmittel, um die Musik der Band würdevoller und origineller erscheinen zu lassen. Die Konsequenz daraus ist aber auch, dass die Vocals sehr weit im Hintergrund sind, was eben jene etwas verwaschen klingen lässt.

Beim Songmaterial findet man leider sowohl Licht als auch Schatten. In den guten Momenten weiß man zu gefallen (z.B. “Haunted Forever“, “Seventh Seal“ oder “Lost My Mind“), während die weniger guten Momente an einem vorbeiziehen, ohne eine große Wirkung zu entfalten (z.B. “Blind“). Um aus der Masse an Veröffentlichungen herauszustechen, braucht man etwas mehr an Hitdichte und einige besondere Elemente, die dem Hörer im Gedächtnis bleiben. So hat man ein recht kurzes Gesamtwerk (mit einem ziemlich redundanten Outro namens “Sumerlands“), bei dem zu oft das Besondere fehlt. Wenn man auf die genannten Bands steht und musikalisch lieber in den späten 80ern als in den 2000er-Jahren schwelgt, sollte man dennoch ein Ohr riskieren. Den Hörgenuss werdet ihr nicht bereuen, einzig die Langzeitwirkung von “Sumerlands“ darf etwas bezweifelt werden.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: El Greco (02.12.2016)

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