WHITE WIDDOW - Silhouette

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VÖ: 25.11.2016
Bandinfo: WHITE WIDDOW
Genre: Melodic Rock
Label: AOR Heaven
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Lineup  |  Trackliste

Vor ungefähr zwei Jahren hörte ich zum ersten Mal ein Album dieser australischen Band: damals deren dritte Veröffentlichung "Crossfire". Und ich war ziemlich begeistert von dem 80er-Feeling, das mit den Melodic Rock-Songs, die teils richtige Schnulzen waren, rüberkam.

Beim neuen Album "Silhouette" gehen die beiden Millis Brüder und ihre Mitstreiter keine Experimente ein und machen erneut melodische Rock-Nummern und Kuschelrock-Stücke wie in der Hochblüte dieses Genres. Der nächste – ganz typische – Punkt, den man abhaken kann: die Lyrics. Wie immer bei solchen Bands dreht es sich um Girls und um Liebesbeziehungen, mal funktionierend und dann eben wieder nicht. Wer ein richtiger AOR-Fan ist und auf diese einschmeichelnde Kost sowie seichte Textinhalte steht, der wird von WHITE WIDDOW erstklassig bedient.

Keyboardlastig vom ersten Song an (umgehend wird man an SURVIVOR, FOREIGNER und ähnliche Bands erinnert) und mit eingängigen Riffs und absolut typischen Boygroup-Chor-Einlagen versetzen die Australier einen in die Jugendzeit – vorausgesetzt man ist locker über 40. Lustigerweise kommen bei mir dann auch noch Erinnerungen hoch, wie "Miami Vice", obwohl das eigentlich gar nichts mit Australien zu tun hat, aber irgendwie ist die Stimmung dazu da, wenn man sich durch diese Songs hört.

Beim Durchhören wird dann aber doch klar, dass sie diesmal nicht ganz so oft soft unterwegs sind wie beim letzten Album. "Silhoutte" ist rockiger geworden, die flotten, melodiösen Nummern laufen durch wie guter Wein, und die emotionaleren Stücke, wie zum Beispiel "Last Chance For Love" oder "Damage Is Done", sind sehr harmonisch und überzeugend, ohne gleichzeitig übermäßig auf die Tränendrüse zu drücken.

Vielmehr liefern sie jetzt Stücke wie meinen persönlichen Favoriten "Wild At Heart", "Surrender My Heart" oder "Sleeping With The Enemy", die ein intensiveres Schlagzeug aufweisen und bei denen die Riffs das Keyboard immer wieder in den Hintergrund drängen. Präsenter darf das Tasteninstrument dann bei "Game Of Love" oder "Waited" werden.


Und nach diesen zehn Nummern heißt es dann wieder auftauchen aus dem letzten Jahrtausend und retour in den Alltag, mit intensivem Metal und ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel. Hier aber nun doch noch ein Vorgeschmack auf die Band:



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (03.12.2016)

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