ARIADNA PROJECT - Novus Mundus

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VÖ: 23.12.2016
Bandinfo: ARIADNA PROJECT
Genre: Melodic Power Metal
Label: Sleazy Rider Records
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wenn man an großartige Bands wie HELKER denkt, dann wird auch immer deutlicher, dass Argentinien im Metal Genre bezüglich der Konkurrenz aus dem Ausland mächtig aufgeholt hat.
Das trifft auch auf ARIADNA PROJECT zu, die 2005 mit ihrem Debut "Parallel Worlds", ein Vorzeige-Album veröffentlicht  haben, welches sogar zweisprachig (Englisch und Spanisch) aufgenommen wurde. 2012 kam dann noch ein Album mit Coverversionen, Demos und Live Songs auf den Markt, bevor es ein wenig ruhig um die Band wurde. Jetzt versucht man in Europa ein wenig Fuß zu fassen und das neue Album „Novus Mundus", welches von Timo Tolkki produziert und von Svante Forsbäck (RAMMSTEIN, SONATA ARCTICA, APOCALYPTICA) gemastert wurde, ist eine enorme Steigerung zum Debut und entwickelt sich nach mehrmaligen Abspielen zu einen wahren Juwel. 

Was sich zu Beginn mit dem bedrohlichen Intro noch recht gelassen anhört, entwickelt sich schnell zu einem melodischen Power Metal Orkan. Dabei setzen die Argentinier immer wieder gekonnt auf erstklassige Tempowechsel und nehmen zwischen den schnelleren Passagen geschickt Geschwindigkeit zurück, was zur allgemeinen Abwechslung beträgt und das hohe Können in Sachen Songwriting beweist.  Ein großes Plus ist dabei Shouter Emmanuel Gerbam, der eine tolle Performance abliefert. Der immens hohe und spielerische begnadete Anspruch bleibt bei bei allen Songs aufrecht und so verzaubert Einen die wunderschöne, sehr radiotaugliche Ballade „Always With Me“ mit wohltuenden Akustikgitarren, bevor es mit dem sehr STRATOVARIUS-lastigen  „The End Of The Dark" abermals Knüppel aus dem Sack heißt. Mitreißende Melodiebögen, speziell beim AOR-lastigen Bonustrack „Dreams Never Die", sowie tonnenweise nachvollziehbare Hooklines, geben hier ganz klar die Marschrichtung vor.

Bestes Beispiel für die technischen Qualitäten dieser Band, sind die grandiose, mit fetten Keyboard Teppich unterlegte Metal-Hymne "Face My Destiny" und der eingängige Kracher „The Fury Of Your Hate". In dieser Band wird das Erbe solcher Bands wie DIONYSUS, HELLOWEEN, THEOCRACY, STRATOVARIUS, MASTERPLAN, oder ANGRA würdevoll weitergereicht und zu neuen Höhen geführt, ohne an Eigenständigkeit in jeglicher Form zu verlieren. Dem Hörer wird die gesamte Spielzeit über eine uneingeschränkte Aufmerksamkeit abgerungen, nach einigen Durchläufen wird diese aber zunehmend belohnt und es eröffnet sich ein Album, das keine Wünsche mehr offen lässt. Warum zum Teufel habe ich von dieser Band noch nie was gehört. Der heißeste Act aus Argentinien bläst zur metallischen Attacke und ihr könnt euch selbst  Anfang 2017 davon überzeugen, denn da wird das Label Sleazy Rider Records die englische Version der CD in Europa vertreiben. Klasse Teil und ja, es gibt die CD auch in Muttersprache zu kaufen, falls die wer bevorzugt.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (19.12.2016)

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