IRON CURTAIN - Guilty As Charged

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VÖ: 14.10.2016
Bandinfo: IRON CURTAIN
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Da IRON MAIDEN mit ihren letzten Alben viel für den Sommerschlussverkauf produziert (oder nicht produziert)  haben, erwecke ich meine Hoffnung für die spanischen Metaller von IRON CURTAIN. Allein für diesen Gag ist meine immense Gage hier bei Stormbringer Inc. (a subdivision of Stormbringer Worldwide GesmbH & CoKG) gerechtfertigt.

Sei es wie es wolle, Pure Steel Records und Promotions schaffen es seit einiger Zeit, beinahe durchwegs wertiges Stahl aus den Sulphurminen des Rogg'n'Roll zu karren, und auch bei IRON CURTAIN gelingt ihnen das einigermaßen. Acht eigene Songs und das Cover "Turn The Hell On", im Original von FIST, bringen jetzt nicht gleich blinde Begeisterung bei mir hervor, aber da gab es bei vielen Labels und PR-Büdchen schon deutlich Schlimmeres. 

Die Spanier aus Murcia spielen auf "Guilty As Charged" eine recht rotzige Variane klassischen Metalls, die Produktion ist nicht unbedingt 80er-lastig, aber von modern auch ewig weit entfernt und jedenfalls stimmig. Es kommen immer wieder Momente hoch, die an TANK, oder EXCITER und ANVIL erinnern, also an doch etwas härtere, dreckigere Bands des Altmetalls. Damit hebt man sich etwas von den letzten Pure Steel-Veröffentlichungen ab. 

Allein, die manische Begeisterung mag sich nicht über die ganze Spielzeit einfinden, es gibt dann doch ein paar belanglosere Nummern. Gut, das mag etwas harsch klingen, aber der leicht punkig-rockige Grundtenor der Band grenzt den Variantenreichtum auf jeden Fall bestimmend ein und ich als Redakteur vom Dienst muss zugeben, dass der eine oder andere Song etwas spurlos an mir vorüberzieht. Sehr eigenartig auch die Timingschwankungen beim dritten Brüller "Take It Back". Ist da etwas bei der Produktion schief gegangen und oder dem Endprüfer entglitten? Wir werden es wohl nicht erfahren.

IRON CURTAIN machen insgesamt auf ihrem dritten Werk eine starke halbe Stunde mächtig alten Krawall, werden aber mit dem Album wohl nicht so ganz den Olymp der harten Musik erklimmen. Was sie machen, machen sie gut, aber es fehlt an Hits und Momenten, die den geneigten Hörer vor das Abspielgerät seiner Wahl zwingen. Sorry, Jungs, ich kann die Begeisterung der restlichen Metalwelt nicht so ganz teilen. Gäbe es das Wort würde ich "Guilty As Charged" als ok-es Album bezeichnen. Jetzt gibt es dieses Wort, also: ok. 

Andererseits gehen die Knaben live sicherlich ziemlich ab. Und das ist ja immerhin etwas...

 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (23.01.2017)

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