Waves like Walls - The Path

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VÖ: 30.09.2016
Bandinfo: WAVES LIKE WALLS
Genre: Hardcore
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Kurz, bündig, knüppelhart: WAVES LIKE WALLS aus dem schönen Ingolstadt liefern mit „The Path“ ein Hardcore-Statement ohne Schnörkel, aber dafür mit viel Power ab. Und viel gibt es tatsächlich nicht zu sagen – die EP kommt mit sechs recht knappen Songs daher, die sich auf ähnlichem Niveau bewegen. Das Intro „Dust“ macht mit stimmungsvollen Sirenen und langsamen, tiefen Bass-Schlägen klar, dass zumindest der Sound der kommenden Tracks ein echtes Brett wird. Dementsprechend knüpft „Walking The Path“ an, auch wenn der Song teilweise in seinen zweieinhalb Minuten etwas unsortiert wirkt und sicherlich Ideen und Strukturen für zwei Titel geboten hätte. Auch an der Verständlichkeit von Frontsau Marki mangelt es stellenweise stark – eine Sache die mir persönlich im Hardcore besonders sauer aufstößt. Wenn ihr politische Messages habt, dann will ich sie auch verstehen!

Was auf dem Rest der Platte allerdings gut gefällt, ist dass sich an keiner Stelle in Richtung Melodic-Hardcore bewegt wird: „The Path“ klingt roh, brutal und ungefiltert – so wie Hardcore klingen sollte. Besonders schön kommt das in „As The Sirens Sing“ zum Ausdruck; meine Fresse, was für ein Brett! An dem insgesamt eher kurzweiligen Eindruck ändert auch der Rausschmeißer „Turn“ nichts, der mit seinen teilweise stark verzerrten Vocals schon fast in Richtung Metalcore geht.

Also, für wen ist „The Path“? Du hast eine dicke Anlage im Auto und kannst es nicht erwarten, Oma Ilse von der anderen Straßenseite mit fett klingender Teufelsmusik kopfschüttelnd an ihr Fenster zu locken? Dann ist die Platte genau dein Ding. Auch jeder, der einfach auf kurzweiligen Hardcore mit ordentlichem Moshpotential steht, kann hier nichts falsch machen. Insgesamt guter Sound, gutes Songwriting, aber im Vergleich zu anderen Bands des Genres noch ordentlich Luft nach oben.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lucas Prieske (29.01.2017)

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