PSYCHEDELIC WITCHCRAFT - Magick Rites And Spells

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VÖ: 27.01.2017
Bandinfo: PSYCHEDELIC WITCHCRAFT
Genre: Doom Metal
Label: Soulseller Records
Lineup  |  Trackliste

„„Magick Rites And Spells“ ist purer Occult-Retro-Rock. PSYCHEDELIC WITCHCRAFT heben sich mit der sehr gelungenen Langrille deutlich von der jungen Konkurrenz ab“.

 

Auch wenn PSYCHEDELIC WITCHCRAFT seitens der Kritiker (so auch bei unserem „The Vison“-Review) nur als eine weitere Occult-Doom-Band in der momentan sehr florierenden Occult-Retro-Rock-Szene abgetan werden, hat die Band doch einen gewissen eigenständigen, geerdeten Touch in ihrem Sound, der sie doch von den meisten anderen aus dem nichts emporsprießenden Bands abhebt. Selbstverständlich kann man Ähnlichkeiten mit den deutschen Occult-Doom-Newcomern LUCIFER oder den alteingesessenen BLOOD CEREMONY ausmachen. Und selbstverständlich tauchen auch bei den Italienern BLACK SABBATH-Riffings auf. Doch im Gegensatz zu den vielen anderen noch sehr jungen Bands dieser Gattung wie beispielsweise THE LIPS OV FIRE, BLACK MOTH oder WITCH MOUNTAIN klingen gerade die Italiener mit ihrem okkulten, bluesig angehauchten Retro-Rock, ihren abwechslungsreichen Soundlinien, der sehr gelungenen Gitarrenarbeit und der hypnotisierenden Stimme von Frontfrau Virginia Monti am überzeugendsten.

„Magick Rites And Spells“ beinhaltet neben einem brandneuen Track einige Cover-Versionen, Songs, die es nicht auf das Debütalbum „The Vision“ geschafft haben und die komplette, großartige „Black Magic Man“-EP, und verkürzt somit die Überbrückungszeit zur nächsten Langrille. Beim ersten Durchlauf fällt auf, dass die Produktion im Vergleich zum letztes Jahr erschienenen Debütalbum „The Vision“ etwas sauberer und drückender klingt. Und das zahlt sich definitiv aus.

„Come A Little Closer“ heißt der neue, eigens für „Magick Rites And Spells“ geschriebene Song, der sehr gut ins Ohr geht. Mit „Godzilla“ und „The Dark Lord“ servieren uns PSYCHEDELIC WITCHCRAFT gleich zwei Cover-Versionen. Während „Godzilla“ ein BLUE ÖYSTER CULT-Track von „Spectres“ (1977) ist, überzeugt und fesselt doch gerade die Cover-Version von SAM GOSPAL „The Dark Lord“ noch um einiges mehr. SAM GOSPAL brachten Anno 1969 mit „Escalator“ nur eine Psychedelic Rock-Langrille heraus, doch von besonderer Bedeutung ist, dass der Sänger der Band kein geringerer war als MOTÖRHEAD-Lemmy. Auf dem Album noch unter den Namen Ian Willis aufgeführt, brachte die spätere MOTÖRHEAD-Legende ein Psychedelic Album auf den Markt, ehe es 1971 zu HAWKWIND ging. PSYCHEDELIC WITCHCRAFT setzten die Cover-Versionen gekonnt um, wobei „The Dark Lord“ der Band besser zu Gesicht steht.

Das BLACK SABBATH-Riff-lastige „Set Me Free“ und „Wicked Dream“ sind während des „The Vison“-Writings entstanden, doch erst jetzt veröffentlicht worden. „Angela“, die Gänsehautnummer „Lying on Iron“, das LUCIFER-Ähnliche „Black Magic Man“ und „Slave of Grief“ sind Nummern der „Black Magic Man“-EP.

Nach dem Debütalbum „The Vision“ überzeugt „Magick Rites And Spells“ mit einer sauberen, drückenderen Produktion. Für Leute, die sich mit den PSYCHEDELIC WITCHCRAFT-Stuff auseinandersetzen wollen, ist „Magick Rites And Spells“ dem Debütalbum vorzuziehen.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Lying On Iron“.



Ohne Bewertung
Autor: inhonorus (28.01.2017)

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