KING BUFFALO - Orion

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VÖ: 02.12.2016
Bandinfo: KING BUFFALO
Genre: Psychedelic Rock
Label: Stickman Records
Lineup  |  Trackliste

„„Orion“ ist nicht einfach nur ein Psychedelic-Rock Album. „Orion“ ist ein wahrer Trip!“

 

Wabernde Klänge. Weite Soundlandschaften. Ausgedehnte Psychedelic-Jams und eine hypnotisierende Stimme – das sind KING BUFFALO. Angesiedelt irgendwo zwischen THE BLACK ANGELS, früheren BLACK MOUNTAIN und THE BLUE ANGEL LOUNGE zelebrieren die Amis auf ihrem Debütalbum „Orion“ ein reinstes Psychedelic-Fest. The Obelisk stufte das Album gar als bestes Psychedelic-Rock-Debütalbum 2016 ein. Soweit würde ich zwar nicht ausholen, doch zu einem der Top Psychedelic-Rock-Debütalben 2016 zählt es definitiv. Auch wenn KING BUFFALO den Psychedelic Rock nicht neu erfinden, so bringen sie jenes Gefühl jedoch mitreißend auf Platte. Und das im Classic-Format, nur mit Bass, Schlagzeug und Gitarre. September 2013 gegründet legen uns die Amis nun ihr Heavy-Psych-, Blues- und Stoner-angehauchtes Debütalbum vor, welches sehr schnell Referenzen bei DEAD MEADWO und ALL THEM WITCHES fand. A Pro Pros sind KING BUFFALO nicht zu verwechseln mit den australischen Hard-Rockern BUFFALO, die Anno 1973 mit „Volanic Rock“ ein längst vergessenes Hard-Rock-Meisterwerk veröffentlicht hatten.

Den Auftakt in die Reise ebnet der, mit seinen hohen Rifflinien Gänsehaut erzeugende, Titeltack „Orion“. Bevor mit „Monolith“ und dem an einen JOHN CALE-Titel erinnernden „Sleeps On A Vine“  ein leichter Space-Rock-Vibe Einzug hält. Es wird ausufernder und groovender. „Monolith“ und „Sleeps On A Vine“ sind wahre Jam-Monster, wobei erster noch mit leichten BLACK SABBATH-Riff-Schlagseite überzeugen kann. Die Songs fesseln und werden gekonnt abgeliefert. Weiter geht es mit dem basslastigen, groovenden „Kerosene“ und seinen reinen Gefühlsausbrüchen. Die Kunst von KING BUFFALO liegt eindeutig in ihren Melodien, die hervorragend ins Ohr gehen, ihre Verspieltheit und ausufernde Jam-Leidenschaft.

Um im puncto Abwechslungsreichtum die eh schon sehr hoch gelegte Messlatte nochmal ein Stück anzuheben, kommt „Down From The Sky“ als Akustik-Nummer daher. Trotz etwaiger Bedenken die sich jetzt vielleicht einschleichen dürften, steht den Amis dieses akustische Gewand hervorragend. „Down From The Sky“ sorgt nicht nur für ausreichend Abwechslung, sondern ist ein großartiger, ruhiger und eigenständiger Song, der KING BUFFALO von einer ganz anderen Seite zeigt.

„Goliath Pt.2“ zieht dann, nach dem hypnotisierenden, instrumentalen „Goliath Pt.1“, wieder leicht die Psychedelic-Rock-Geschwindigkeitsschrauben an und brummt mit ein paar netten Riffspielchen durch die Lauschlappen. Wer jetzt noch nicht in Trance oder musikalisch High genug st bekommt mit dem einschmiegsamen „Orion Subsiding“ und den an schamanischen Gesängen erinnernden, fast zehn Minütigen „Drinking From The River Rising“ den Gnadenstoß verpasst.

Was uns das Trio KING BUFFALO hier für eine Psychedelic-Pille hinschmeißt, stammt wahrlich nicht von schlechten Eltern. Kurz und knapp: „Orion“ ist eines der besten Psychedelic-Rock-Debütalben aus dem Jahr 2016.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Sleeps On A Vine“.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: inhonorus (04.02.2017)

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