HOUR OF PENANCE - Cast The First Stone

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VÖ: 27.01.2017
Bandinfo: HOUR OF PENANCE
Genre: Death Metal
Label: Prosthetic Records
Lineup  |  Trackliste

HOUR OF PENANCE sind eine dieser Bands, die es schon eine gefühlte Ewigkeit gibt (naja, immerhin knappe 18 Jahre und sechs Studioalben...) und die eigentlich immer klasse Scheiben gemacht haben, ohne den ganz großen Durchbruch zu schaffen.

Und das ist eigentlich schade, wenn man so ein Hammeralbum hört wie das neue „Cast The First Stone“. War schon der Vorgänger „Regicide“ gut, aber nicht herausragend, stellt das aktuelle Album den bisherigen Höhepunkt in der Karriere der Italiener dar.

Obwohl die Jungs ja das Besetzungskarussell schon oft gedreht haben (von der Originalbesetzung ist niemand mehr dabei), haben HOUR OF PENANCE ihren ganz eigenen Stil gefunden und weiterentwickelt. Die Basis bildet Death Metal im Gefolge von SUFFOCATION oder KRISIUN – also brachialer, technisch hochwertiger und abwechslungsreicher Todesmetall. Dazu nehmen die Italiener noch ab und zu symphonische Elemente dazu (sie stehen ja auch besetzungstechnisch den großartigen FLESHGOD APOCALYPSE nahe) und ab und zu ein paar Black Metal-Atmosphären. So weit, so gut – aber nichts allzu neues.

Was HOUR OF PENANCE aber perfektioniert haben und was sie einzigartig macht, ist der  nahtlose Wechsel zwischen schnellen Riffattacken und majestätisch fettem Mid-Tempo-Gewalze. So wechselt gleich der Opener „XXI Century Imperial Crusade” zwischen diesen zwei Polen, und auch „The Chains Of Misdeed“ (geile Gitarrenparts!) und „Wall Of Cohorts“ schlagen in die gleiche Kerbe. Das sind aber nicht die einzigen Kracher auf „Cast The First Stone“: der Titeltrack ist der düstere Ohrwurm auf der Scheibe, „Iron Fist“ und das abschließende „Damnatio Memoriae“ sind abwechslungsreich und punkten mit Orchester-Unterlage.

Die Vocals sind ausreichend amtlich, die Gitarren schön druckvoll, aber Drummer Davide Billia (passenderweise „The Bomber“ genannt) ragt noch mal heraus. Unglaublich, wie der die Band nach vorne schiebt und mühelos zwischen Blastbeats und krachenden „ruhigeren“ Parts wechselt.

Mit „Cast The First Stone” haben sich HOUR OF PENANCE also selbst übertroffen – es lohnt sich, bei der „XXI Century Imperial Crusade“ mitzumarschieren.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Luka (09.02.2017)

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