HABITUAL SINS - Personal Demons

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VÖ: 20.01.2017
Bandinfo: HABITUAL SINS
Genre: Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Pure Steel Records haben seit einiger Zeit einen Lauf. Gab es dereinst viel Material, welches eher südlich des Durchschnitts einzuordnen war, hauen sie, auch in Zusammenarbeit mit Iron Shield Records sehr oft sehr guten Stahl in die Metalwelt.

Das Grundgerüst von HABITUAL SINS dürfte dem geneigten Hörer bekannt sein, sowohl Sänger Matthew Bizilia als auch Gitarrist und Keyboarder Steve Pollick werkten dereinst bei ICARUS WITCH, und der zweite Gitarrist Jim Dofka knechtet noch bei seiner eigenen Band DOFKA

"Personal Demons" erscheint auf Pure Steel Records und bietet genau das. Puren Stahl, 80er-lastig wie man es vom Label gewohnt ist. Alle Songs bewegen sich in eher gemächlichem Tempo was einerseits über die gesamte Distanz etwas zäh werden kann, andererseits weiß man woran man ist. Denn diese Geschwindigkeit, die dem Rückzug der Gletscher am Ende des Würm-Glazials ähnelnde Gemächlichkeit, beherrschen sie und machen daraus zehn Songs, die zwar nicht zu den Hymnen der Neuzeit zählen werden, die aber solide, melodisch hochwertige Songs liefern, die wohl ihre volle Pracht im Liveambiente entfallten werden.

Sobald es etwas zügiger wird, wie bei "Watch The Fire Rise", erhöht sich der Mitgeh-Faktor sofort, man zieht sich aber über die volle Spielzeit zu oft auf sicheres Midtempo-Terrain zurück. Am stärksten wird man, wenn die Gitarren Twin-Harmonien ausspucken und die Riffs etwas deftiger werden. Über Allem thront der Gesang von Matthew Bizilia, der ein wenig an den aktuellen ACCEPT-Shouter erinnert. Das kann einem gefallen, kann aber in der leichten Bemühtheit etwas an den, Achtung:, "stählernen" Nerven zerren. 

HABITUAL SINS sind ein massiver Haufen Stahl, dem ab und an ein Geschwindigkeitswechsel gut zu Gesicht stehen würde. Die Melodien funktionieren, die doomigen Strecken sind gut, mir aber zu häufig. Soundtechnisch gibt es absolut nichts zu meckern. Ein solides Stück Metall, vielleich sogar US-Metal (wobei hier die Finesse fehlt), alles in allem aber einer der eher durchwachsenen Releases von Pure Steel. Man kann nicht immer gewinnen. 

Wer aber auf 80er Heavy Doom steht, der kann und soll sich das Debüt von HABITUAL SINS, "Personal Demons" anhören.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (13.02.2017)

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