NORUNDA - Irruption

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VÖ: 01.02.2017
Bandinfo: NORUNDA
Genre: Metal
Label: Suspiria Records
Lineup  |  Trackliste

Aber Hallo! Eine kleine Überraschung kommt mit NORUNDA aus Portugal, Finnland oder Spanien (lt. Bandsite wissen sie es selbst noch nicht so genau) [Anm. d. Lekt: Das sind uns immer die Liebsten!] angerauscht. Das Trio hat aus bestehenden Demotracks ein Album zusammengeschraubt, dass es verdient hat ein Öhrchen zu riskieren.

Die Platte nennt sich "Irruption" und bietet sauber gespielten und produzierten Thrash Metal mit Einsprengseln aus dem klassischen Power Metal. Der Sänger und Gitarrist verfügt über ein schönes Reibeisenorgan und schafft es außerdem sein Klampfenspiel erdig und, besonders bei den Soli, bluesig zu halten. Die Songstrukturen weisen durchaus vertrackte Momente auf. Auf den Ausdruck "Progressiv" will ich hier mal verzichten. NORUNDA erfinden das Thrash-Rad nicht neu, zeigen jedoch genug Eigenständigkeit um aus der Masse hervorzustechen. Die meistens Songs bewegen sich im Midtempobereich und zeigen sich ausgefeilt und auf den Punkt gespielt. Die Verquickung von Thrash Metal und Power Metal Parts erinnert manchmal an alte MORGANA LEFAY oder eben LEFAY. NORUNDA driften in ihren Songs nie in hyperschnelles Gehacke oder Gerumpel ab und auf Power Metal Klischees (bis auf die Lyrics von "Pushing to the Limit) wird auch verzichtet. Also keine Drachen - gejagt von Thrash Metal Lancelots auf Skateboards.

Die CD fängt zwar meiner Meinung recht verhalten an, nimmt jedoch bei dauernder Spielzeit an Fahrt auf und schneidet dem geneigten Hörer das eine oder andere glückliche Grinsen ins Gesicht. "Irruption" kommt mit ein paar kleinen Hits daher, die ich hier als Anspieltipps herausstellen möchte: "Dynamite", eine Nummer mit ordentlich Megadeth-Schlagseite, ohne jedoch abzukupfern; "Face to Face", ein Stampfer mit bluesigem Solo; "Pushing to the Limit", eine Hymne an die Musik, die wir so lieben (Achtung, Klischee!) - diese Nummer könnte sich zu einem Live-Hit entwickeln; "Sultan Killer" mit orientalisch anmutenden Gitarren am Anfang und einem fetten Break im Mittelteil und "Violent Street" - hier zeigen NORUNDA nochmal, was sie können.

Eine sympatische Platte mit viel Charakter, die einen Versuch verdient hat. Einen alten MORGANA LEFAY Fan hat sie glücklich gemacht.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (05.03.2017)

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