SIX FEET UNDER - Torment

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VÖ: 24.02.2017
Bandinfo: SIX FEET UNDER
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
Lineup  |  Trackliste

„SIX FEET UNDER werden nicht müde. „Torment“ bietet altbekannte Kost der derben Art. Ein weiteres Groove-Monster!“.

 

Bei SIX FEET UNDER ist es wie bei einem Elternbesuch. Man weiß schon von vornherein, was einen erwartet, und das Grauen schwingt mit. Auch auf Album Nummer zwölf erfinden Chris Barnes und Co. den Death Metal nicht neu. Brauchen sie ja auch nicht, wenn man sich ihre bekannte Erfolgsgeschichte anschaut. Und so wird auch auf „Torment“ gegroovt, gegrowlt und geshreddert in altbekannter Manier. Auch wenn der gute alte Chris vor einigen Jahren noch wesentlich brutaler geklungen hat. Aber so ist es mit der Zeit. Keiner wird jünger.

So ist das Songmaterial auch weitestgehend homogen und zieht gut in die Lauschlappen. „Exploratory Homicide“ erinnert zum Beispiel durch einige Soundspielereien an altes CANNIBAL CORPSE-Songwriting. Das schnelle „Schizomaniac“ oder auch „The Separation Of Flesh From Bone“ mit seinem Mitgröhl-Refrain bilden einen gelungenen Albumauftakt.

Weiter geht es mit „Knife Through The Skull“. Die Nummer hat ordentlich Pfeffer im Arsch und stampft so ziemlich alles in Grund und Boden. Der aggressiv klingende Songtitel reiht sich hervorragend zu Songs wie „Broken Bottle Rape“, „Shot In The Head“ oder „Hacked To Pieces“, flirtet aber zugleich auch mit alten „Hammer Smashed Face“-Zeiten – zumindest vom Songtitel her. „Slaughtered As They Slept“ fängt sehr gedrosselt an, doch der Song kann ein weiteres Mal mit seiner sehr gelungenen Soundlandschaft punkten – der Rest ist gelungener SIX FEET UNDER-Style, der nicht aus den Rahmen springt.

Aber auch Songs wie „Skeleton“, welches sehr schlagzeugdominant daherkommt und etwas Zeit zum Zünden braucht, doch wenn die Axt dann erstmal geschwungen wird, zieht die Nummer nur so über einen hinweg und lässt nichts anbrennen. Oder „Obsidian“, das groovend durch die Lauschlappen zieht. „Roots Of Evil“ ist ein weiteres Groove-Monster und gelungener Rausschmeißer der mit gelungener Melodiekulisse und abwechslungsreichen Geschwindigkeitsspielen aufwartet.

„Torment“ schlägt ganz in die Kerbe des Vorgängeralbums „Crypt Of The Devil“ und kann mit dem grandiosen Doppelpack „Undead“/„Unborn“ genau wie das Vorgängeralbum nicht mithalten. SIX FEET UNDER-Jünger bekommen auf Album Nummer zwölf genau das, was sie erwarten – eine volle Breitseite Death Metal! Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „The Separation Of Flesh From Bone“.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: inhonorus (24.02.2017)

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