ANTROPOMORPHIA - Sermon Ov Wrath

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VÖ: 24.02.2017
Bandinfo: ANTROPOMORPHIA
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
Lineup  |  Trackliste

„„Sermon ov Wrath“ schimpft sich das dritte Album der holländischen Underground-Kultband. Super produziert. Brutal. Eingängig“.

 

Mehr als 20 Jahre ist es her, dass die Debüt-EP „Necromantic Love Songs” aus den Tiefen der holländischen Death-Metal-Szene empor stieg und zu einem Underground-Klassiker der niederländischen Szene avancierte. Anno 2012 erschien dann endlich mit „Evangelivm Nekromantia“ das langerwartete Debütalbum der v-Fetischisten. Doch die Freude über die Debüt-Landrille währte nur kurz, bevor das Album indiziert wurde. Es folgten „Rites ov Perversion“ (2014) und das Re-Release der Debüt-EP aus dem Jahr 1993, „Necromantic Love Songs“ (2016). Nun steht mit „Sermon ov Wrath“ die dritte Langrille der Holländer in den Regalen und Mastermind Ferry Damen kündigt es als das abwechslungsreichste und stärkste Album der Bandgeschichte an. Ob an der Aussage etwas dran ist, werden wir nachfolgend auf den Grund gehen. Eins ist jedenfalls schon von vornherein klar: Nach „Fleisch“ („Evangelivm Nekromantia“) und „Tevelskvnst“ („Rites ov Perversion“) ist zum ersten Mal kein deutschsprachiger Titel vertreten.

Wie nicht anders zu erwarten war, stampfen ANTROPOMORPHIA mit dem Opener und Titeltrack „Sermon ov Wrath“ da weiter, wo sie auf „Rites ov Perversion“ aufgehört haben. Die Nummer knallt nur so durch die Lauschlappen, spielt mit den Geschwindigkeitsschrauben, doch bietet im Vergleich mit dem Vorgängeralbum keine deutliche Veränderung. Klar, die ausgekoppelte Nummer ist super produziert (wie auch der andere Stuff), weist auch ein paar nette Gitarrensoli auf, doch die große, angekündigte Veränderung bleibt aus. „Suspiria de Profundus“ knallt wie ein „Morbid Rites“ dann gnadenlos auf die Rübe, brettert nach vorne und sucht das Heil in der Flucht, doch verpufft dann leider etwas und wirkt zu homogen.

Das instrumentale „Ad Me Venite Mortui“ geht nahtlos über in die zweite Songauskopplung „Crown ov the Dead“. Dieses geht zur Abwechslung mal ruhiger und verspielter an die Sache und kann gerade durch seinen Abwechslungsreichtum und seine Eingängigkeit punkten. Nach „Sermon ov Wrath“ der zweite Anspieltipp der Platte. Um jetzt noch einen draufzusetzen, fließen weibliche Background-Vocals in den Song, die die Atmosphäre gekonnt verdichten. Songs wie „Murmur ov the Dead“ oder „Sinful Rapture“ sind zwar keine großartigen Death-Metal-Kracher, aber fügen sich gut in das „Sermon ov Wrath“-Gerüst ein. Wobei „Sinful Rapture“ anfänglich doch sehr stark nach „Temphioth Workings“ klingt. Es folgen der Mid-Tempo-Stampfer „Within Her Pale Tomb ov Putrid Lust“ und das melodische „The Blistering Splendour ov Darkness“, mit leichter AMON AMARTH-Schlagseite.

Das von Herrn Damen angekündigte abwechslungsreichste und stärkste Album der Bandgeschichte kann nur zum Teil bestätigt werden. Eher bezieht sich der Abwechslungsreichtum vermehrt auf „Sermon ov Wrath“ und kann daher eher als Standard-Marketing-Gequatsche abgetan werden. Genauer gesagt, wurden mit den zwei Songauskoppelungen bereits die stärksten Songs der Langrille veröffentlicht. „Sermon ov Wrath“ schlägt so ziemlich in die gleiche Kerbe wie der Vorgänger und klingt teilweise so, als wären alle Songs während des „Rites ov Perversion“ Writing-Prozesses entstanden.

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Sermon ov Wrath“.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: inhonorus (03.03.2017)

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