THE NEAL MORSE BAND - Morsefest 2015

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VÖ: 24.03.2017
Bandinfo: THE NEAL MORSE BAND
Genre: Progressive Rock
Label: Radiant Records
Lineup  |  Trackliste

Neal Morse hat mit dem Morsefest sein eigenes Festival geschaffen, um seine Musik im bestmöglichen Umfeld auf die Bühne zu bringen. Natürlich erscheint auch zur 2015er Ausgabe eine audiovisuelle Nachlese, welche die Latte für kommende Releases sehr hoch legt. Nachdem 2014 die beiden Alben „Testimony“ und „One“ gewürdigt wurden, präsentiert uns der Meister nun „Sola Scriptura“ und „?“.

Den passenden Rahmen bietet zum wiederholten Male die New Life Fellowship Church in Neals Heimatstatt Cross Plains. Verglichen mit dem Event aus dem Vorjahr, fällt die Produktion um einiges spektakulärer aus. Die gesamte Produktion wird von einer aufwendigen Lichtshow und passenden Visuals äußerst stimmig untermalt, die Bühne wurde vergrößert und mit einem Catwalk ins Publikum ausgestattet.

Musikalisch geben sich Neal Morse und Konsorten erst Recht keine Blöße. Die Grundbesetzung bilden die Musiker der NEAL MORSE BAND. Dazu passend, beginnt der erste Auftritt mit dem Doppelpack „The Call“ und „The Grand Experiment“. Dargeboten in fantastischen Versionen, packen Spielfreude und Virtuosität der Musiker jeden Musikfan an der Hand und ein unglaubliches Konzert nimmt seinen Lauf. Hier stimmt vom ersten Einsatz an jedes Break, jeder Lauf und jede Gesangsharmonie, dargeboten wird das Ganze in glasklarer Qualität, welche den Vergleich mit keiner Studioaufnahme scheuen muss. Im Verlauf der Show wächst das Ensemble zu einem richtigen Prog-Rock-Orchester mit bis zu 38 Musikern an. Gemessen an den Publikumsreaktionen ist der Auftritt Nick D’Virgilio’s der eindeutige kathartische Höhepunkt, an dem sich eine immense Welle der Euphorie durch den Raum ergießt.

Ergänzt werden die beiden, zusammen fast fünfstündigen Konzerte durch zahreiche Extras, welche Einblicke in das Umfeld des Festivals bieten. So kann der Zuseher sein Fachwissen in einem für VIP-Gäste veranstalteten Prog-Jeopardy überprüfen.

Worte können die Magie dieser Show nur unzureichend beschreiben. Am Schluss bleibt nur noch die Frage, wie man dieses Spektakel toppen kann. Vielleicht mit der Aufführung von „Snow“, unterstützt durch alle Originalmitglieder - träumen darf man als Fan ja noch.



Ohne Bewertung
Autor: Michael Walzl (23.03.2017)

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