TYRANEX - Death Roll

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VÖ: 31.03.2017
Bandinfo: TYRANEX
Genre: Thrash Metal
Label: GMR Music Group
Lineup  |  Trackliste

TYRANEX gründeten sich im Jahr 2005 und veröffentlichten zuerst drei Demos, bevor sie erst 2013 mit ihrem Debütalbum namens "Extermination Has Begun" um die Ecke kamen. Im Drei-Jahres-Rhythmus hauen sie seither ihre Alben raus und so kommt es, dass 2017 nun mit dem hier vorliegendem "Death Roll" ihr Drittwerk erscheint. Hui, die Zahl Drei zieht sich hier ja wie ein roter Faden durch, hoffentlich nicht auch in der Bewertung? Dem wollen wir jetzt mal auf den Grund gehen.

Was einem, nach nur ein paar Sekunden nachdem man auf Play gedrückt hat, sofort ins Ohr sticht, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, sind die Vocals von Sängerin Linnea. Die Gute kreischt und trällert derart anstrengend, dass es wohl nur zwei Alternativen gibt: Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. Ich bin mir noch unschlüssig. Musikalisch wird ganz klassischer Speed / Thrash Metal der Achziger geboten. Hier darf man sich weder etwas Erfrischendes noch besonders Aufregendes erwarten, sondern ganz einfach eine beherzte Oldschool-Keule. Lässt man sich auf eine Zeitreise ein, wird man ganz bestimmt nicht enttäuscht, erwartet man sich allerdings irgendwelche Neuerungen, wird man gewiss enttäuscht werden. TYRANEX haben die letzten zwanzig bis dreißig Jahre total ignoriert und wildern durch die Botanik wie Anno Dazumal. Wäre die Platte damals erschienen wäre der Sound wohl das Nonplusultra gewesen, heutzutage fällt er etwas schwachbrüstig aus, was allerdings relativ wenig stört, da das ganze Produkt dadurch sehr authentisch wirkt. Die Songs an sich sind allesamt relativ flott gehalten und ballern ohne Höhen und Tiefen aus den Speakern.

Alles in Allem ein ganz ordentliches Album und was die Vocals angeht, reicht es mir das Album einmal am Stück zu hören und danach eine Pause einzulegen es erst am nächsten Tag wieder hervorzukramen. Es ist einfach ziemlich anstrengend dem Gekeife zu lauschen, dagegen ist Black Metal ja reinstes Easy-listening.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Manuel Ennser (29.03.2017)

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