CUT UP - Wherever They May Rot

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VÖ: 24.03.2017
Bandinfo: CUT UP
Genre: Death Metal
Label: Metal Blade Records
Lineup  |  Trackliste

„Kompromißlos“ ist ja ein gern- bis überstrapazierter Begriff wenn es darum geht, ohne große Umschweife auf den Punkt gespielten, schnellen und harten (Death)Metal zu beschreiben. Aber getreu diesem Begriff fegen CUT UP durch ihr neues Machwerk. Kurz und knapp, aber keineswegs schmerzlos reißen einem die Schweden in knapp 38 Minuten sprichwörtlich den Schädel ab. Highspeed-Kracher wie „Behead The Dead“ besorgen es dem einschlägig gebildeten Genreliebhaber mit unter Kontrolle gebrachter akustischer Wut. Gleich mit dem Einstiegstriple („From Ear To Ear“, „Necrophagic Madness“ und vorgenanntem Song) wird einem ekstastisches Gewüte der Extraklasse geboten.

Auch Album Nr. 2 wartet mit den Ingredienzien zum Death Metal-Himmel auf…knackige Riffsalven, zackige Rhythmuswechsel, amtliches Gebolze und drückende Härte fesseln den Hörer, dazu gesellt sich die crunchy Gitarrensäge im erfrischenden Midtempo (der niederstreckende Titeltrack; „Vermin Funeral“ verortet sich in seiner Machart fast in ENTOMBEDschen, rock n´ rolligen „Wolverine Blues“-Midtempo-Zerstörern, „In The Aftermath“ übt sich ebenso in gedrosselterer Gangart, während hemmungslose Granaten wie „By Hatred Bound“ und Uptempo-Herzerwärmer (“Master Dissector“ oder das gelungene „Cranium Crusher“) alles selbst in tiefgefrorenen Grund und Boden bolzen.

Bis hin zum galoppierenden Rausschmeißer „Raped By The Blade“ schenken die Schweden mit voller Kelle ein. Woher dieses scheinbar blinde Verständnis für diese Spielart des Metal und die Erfahrung kommt (Stichwort VOMITORY), wurde bereits anlässlich des sehr gelungenen 2015er-Debut Forensic Nightmareserörtert. Trotz allen heißgeliebten HiSpeed-Geholzes bieten CUT UP Variabilität im Sound und kredenzen der Anhängerschaft einen feisten Abriß, eine wohltuende Explosion aus gebändigtem akustischen Chaos, knackigem Aggro-Getrümmer und erprobt-gekonnter Songkunst. Dem Regenbogen-Metaller dürfte die Chose wohl zu roh und „einförmig“ sein, für Death-Aficionados der Non-OBITUARY-Ballerklasse ist „Wherever They May Rot“ gemeinsam mit der neuen SINISTER allerdings eine Pflichtveranstaltung, diesfalls halt skandinavischer Prägung.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (23.03.2017)

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