TOM UNTERWEGER - Soundtrack Zum Ende Der Welt

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VÖ: 03.02.2017
Bandinfo: TOM UNTERWEGER
Genre: Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Nach der EP "Bankrocker" vom vorigen Sommer gibt es nun das vollständige Album "Soundtrack Zum Ende Der Welt" von der Grazer Ein-Mann-Punkrock-Allzweckwaffe TOM UNTERWEGER.

Wie schon im vorigen Jahr angedeutet sind auch beim kompletten Album DIE ÄRZTE deutliches Vorbild für den Steirer. Aber wie wir alle wissen, gibt es wahrlich schlechtere Leitbilder als die Punkrockgötter aus Berlin (aus Berlin). TOM UNTERWEGER bietet uns auf seinem Album 14 Lieder über abgefuckten Neoliberalismus, Spritzwein, Liebe und Leichen. Ein bunter Strauß an Themen, von der grad erst wieder erblühenden Gier der Banken (ist ja auch schon ein Zeiterl her seit dem Crash der beinahe die Weltwirtschaft zerstört hat) über das Einfädeln zarter Bande, der galoppierenden Wohlstandsverwahrlosung, das radikale Religionsunwesen, das aus allen Ecken und Enden hervorwuchert, bis hin zum einzigsten Bürgermeister der Welt.

Musikalisch gibt es wieder Punkrock von knackig bis kontemplativ, die Melodien sind zwingend, bisweilen bekannt, aber deshalb nicht weniger gelungen. Wie schon bemerkt, DIE ÄRZTE sind wohl auf ein, zwei Mixtapes vom TOM zu finden und da vor allem die Bela B. - Seite (auch textlich kriegt er die Absurdidät des Stehdrummers immer wieder sehr gut hin). Das mag jetzt nicht originell sein, aber da es dem jungen Mann als Ausdrucksmittel gut zu Gesicht steht, kann man das auch so lassen. Vor allem weil die deutschen Vorzeigepunkrocker schon länger nicht mehr wirklich allzu Wertiges veröffentlicht haben. 

Damit hätten wir also ein mehr als gutklassiges Punkrock-, oder von mir aus auch nur "Rock"-Album mit 14 mal humorigen, mal bitterböse ernsten aber immer griffigen Songs, das auf der derzeitigen Leinwand der Rockmusik ziemlich alleinstehend klingt. Damit kann schon etwas passieren. Bekanntheitsgradmäßig. 

Deshalb: Man bringe den Spritzwein!

Und im Satanismus gibt es keinen Rassismus. Gehört auch einmal gesagt.

 

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (24.03.2017)

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