MILKING THE GOATMACHINE - Milking in Blasphemy

Artikel-Bild
VÖ: 31.03.2017
Bandinfo: MILKING THE GOATMACHINE
Genre: Death Metal
Label: Noiseart Records
Lineup  |  Trackliste

„Hahhhallo kleine Ziehiiiiege, komm doch heeer!“
Nemesis Bettina legte den Kopf in Schräglage. Aufmerksam fixierte sie die in der Winterluft verdampfende Atemwolke, die den Ursprung der Stimme verriet.
„Wähähär goatet da so horny durch Mark und Gebein?“, zickte sie ins Ungewisse.
„Goatleeb und Goatfreed. Gesandte des Goat Mans Child! Wir wollen nur die Betriebserlaubnis für ihre G.O.A.T.M.A.C.H.I.N.E  sehen!“ Unterdrücktes Gekicher, ein dumpfer Schlag, dann Stille.

„Beim Freezing Hoof! Das wäre Milking In Blasphemy! Wenn auch nur einer von euch maskentragenden Weirdos die Endzitze berührt, wird sich alles um euch in eine Straw Bale Apocalypse verwandeln!“
Bettina schnaubte – brodelnd vor Zorn. Kaskaden platzender Äderchen färbten ihre Augen tiefrot.

Dann erstarb das Licht. Im Schutze dieser Shedside Ecplipse kann folglich alles Mögliche passiert sein. Die Farm Of Darkness ist eine Insel der Grausamkeit – Where Fat Angels Cry – inmitten der menschenleeren Straßen von Begoaterlin, der Stadt in der das Meckern erfunden wurde.

Am Ende hieß es nur: „MILKING THE GOATMACHINE haben mit "Milking In Blasphemy" wieder eine Full-Milk-Scheibe geworfen, freut ihr euch denn nicht?“ Und alle so: „Yeah!“ – doch es war ein falsches! In Wahrheit pochen doch jedem die selben Fragen im Schädel: Wessen Blut musste fließen? Was haben sie diesmal beim Teufel gegen bescheuerte Wortspiele eingetauscht? Wer hat ihnen diese fröhlichen Frühlingsmelodien auf einer schienenumrauschten Zugtoilette für 'ne Handvoll Löwenzahn verkauft? Wer?

"Milking In Blasphemy" ist bereits das siebte Album seit der durch satanisches Schweinchengeschnorchel untermalten Stallgeburt im Jahr 2008 – und damit, genau wie jedes vergangene und noch folgende Release, eine soundgewordene Ohrfeige ins Gesicht aller Ziegengegner und Zweifler, die MILKING THE GOATMACHINE als kurzlebiges Nischenproblem paarzehiger Huftier-Lobbyisten angesehen haben. Ganz entgegen aller Befürchtungen jedoch, verlassen sie sich nicht (nur) auf das altbekannte Konzept, sondern spendieren abwechslungsreiche Ausflüge in die unzugänglichen Bergregionen des Black, Slam, Death, Grind – und mit "Endzitze" natürlich auch in die deutschsprachige Volksmusik. War nur ein Witz, NATÜRLICH. Es gibt Geknüppel, Gebrüll und Gegrunze ohne Ende – dazu tanzen nur ganz wenige Ballett. Der Nobelpreis in der Kategorie "Kryptozoologie" steht nicht umsonst seit Jahren bei diesen Mischwesen im Schrank und auch die Weltraumherrschaft ist mittlerweile in greifbarer Määhhe!

Echter GoatEborgian Death-Hunger kann nur mit den Grindcorallenriffs der (furchtbar flauschigen) sechshundertsechsundsechszigfach-gehörnten Black-Mohair-Ziege gestillt werden.

Und davon möchte Nemesis Bettina euch jetzt ein Lied singen:

[Anm. d. Lekt.: Wir werden die Medikation unserer Redakteure ab jetzt genauer kontrollieren.]



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Daria Hoffmann (31.03.2017)

WERBUNG: Uzziel
WERBUNG: Rockhouse Bar