DAVE HAUSE - Bury Me In Philly

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VÖ: 03.02.2017
Bandinfo: DAVE HAUSE
Genre: Rock
Label: Rise Records
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Lineup  |  Trackliste

Philadelphia: City of Brotherly Love und Frischkäsekuchen! Hier möchte unser Künstler Dave Hause gerne begraben werden. „Bury Me In Philly“, so der Titel seines aktuellen Albums. Ein Album, das in seiner Intimität und Intensität überrascht. Dave Hause hat als Gitarrist und Sänger seine Wurzeln eher im Punk (THE LOVED ONES) und Hardcore Punk (PAINT IT BLACK). In seinem dritten Album, nach den wohlwollend aufgenommen Longplayers „Resolutions“ und „Devour“, schlägt er jedoch recht sanfte Töne an. Elf Titel lang erzählt er uns von der speziellen Verbindung zu seiner Stadt, von seiner Kindheit, seiner Jugend, seinen Lieben. Stilistisch siedelt sich der Sound irgendwo zwischen Singer/Songwriter, Rock, Folk und Pop an. Die Tracks verlassen sich auf fröhlich-melodische Gitarren, die nicht immer die widerspenstigen Inhalte der Tracks wiederspiegelen, und nicht viel mehr. Hin und wieder gesellt sich noch Klavier dazu, wie bei dem mitreißenden Einstiegstrack „With You“ und später dazu auch ein Akkordeon, z.B. bei dem wunderbar melancholischen „Wild Love“. Alles in allem erinnert die solide Schnörkellosigkeit an Blue Collar-Musiker wie Bruce Springsteen, der genau wie Dave Hause die Themen der normalen, einfachen Menschen aufgreift und mit Komposition, Vocals und Lyrics mal sanft, mal verärgert („Dirty Fucker“) kompromisslos rüberbringt.

Das Manko an diesem Album ist, dass einige Songs vom Sound her austauschbar sind, sprich auf sehr ähnlichen Akkorden aufgebaut sind, wo man sich dann fragt: „Moment mal? Hab ich das nicht eben schon gehört?“ Es gibt aber definitiv auch Highlights, wie das schon erwähnte „Wild Love“ und auch der Titel „My Mistake“ mit seinem retro-80er Rock’n’Roll Touch.

Ich bekomme beim Zuhören auf jeden Fall das Gefühl, ich sitze im besagten… nein, im besungenen Philadelphia in einer verqualmten Bar, Dave Hause in Jeans und Holzfellerhemd auf einer kleinen Bühne auf Armlänge vor mir. So intim kann sich Musik anfühlen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Betti Stewart (05.04.2017)

WERBUNG: Hard
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