INDIAN NIGHTMARE - Taking back the land

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VÖ: 14.04.2017
Bandinfo: INDIAN NIGHTMARE
Genre: Thrash Metal
Label: Iron Shield Records
Lineup  |  Trackliste

Die Berliner Multi Kulti Truppe (im wahrsten Sinne des Wortes) INDIAN NIGHTMARE, haben seit ihrer Gründung 2014 so ziemlich an jedem Schweinerüssel mit Stromspannung gespielt und bringen jetzt ihre Debütscheibe unters Volk.

Nach einem kurzen Intro mit Trommel, Flöten und Geschnaufe von Klekih Petra ("Was zu Deutsch Weißer Vater bedeutet."- frei nach Karl May) legen INDIAN NIGHTMARE mit "Mengapa" los und prügeln sich sympatisch dreckig durch den ersten Song. Die Mixtur aus Thrash und Punk ist jetzt nicht zwingend was Neues, hat aber bei diesem Opener seinen Reiz und trifft voll auf die Zwölf. Der Shouter klingt wie ein junger Angelripper und lässt zwischendurch auch mal einen hohen Schrei los. Ein sehr gelugener Einstieg. Song Nummer Zwei beginnt schleppend, zieht jedoch zur Hälfte mit dem Tempo deutlich an. Die Nummer hat eine freundliche Darkthrone (neueren Datums) Schlagseite, bleibt jedoch nach dem rüden Einstieg eher unspektakulär. "Circles of Fire" ist der nächste Höhepunkt der Platte. Die kurze melodiöse Einleitung, die an klassischen Speed Metal erinnert, wird von einem fetten Hardcore Punk Riff abgelöst und entwickelt sich zu einem räudigen Thrasher. Die nächste Nummer, "Fire meets Steel", eigentlich sagt jetzt der Titel schon alles... nach einem kurzen Intro aus einem Conan-Schinken wird's trve. Gitarrenintro für alle Hobbyägyptologen, "Powerslave"-Riff und ein in diesem Kontext fast schon cheesiges Gitarrensolo in Cinemascope. Nach diesem Ausflug in die Epic-Jagdgründe wirds wieder dreckig, "Welcome to the World" ist ein kurzer unaufgeregter Fucker. Die "Riders of Doom" lass ich jetzt mal weiterreiten gen Sonnenuntergang. "Warlords" beginnt wieder mit einem Intro aus einem Film, diesmal muss der olle Pinhead aus "Hellraiser" herhalten ("Wenn ich mich nicht irre."-frei nach Karl May). Der Song zeigt sich wieder mit Einflüssen aus dem klassischen Heavy Metal mit stimmingen Leads. Auch hier schimmern neuere Darkthrone durch und verleihen dem Song eine punkige Attitüde. Über "War Metal Punx" brauche ich jetzt nichts sagen, der Name ist Programm und gaaaanz alte Voivod haben auch vorbeigeschaut. Abgeschlossen wird "Taking Back the Land" von "Betrayers", einem Song der mit sieben Minuten deutlich aus dem Groß heraussticht. Im Song wechseln sich stampfende Parts mit pfeilschnellen Riffs ab. INDIAN NIGHTMARE zeigen noch einmal, was sie unter Metal und Punk verstehen und geben ordentlich Gas. Als Ausklang gibt's einen fetten Moshpart, eingeleitet von Kriegstrommeln.

INDIAN NIGHTMARE marschieren mit ihrem selbstproduziertem Debüt sicher nicht auf dem Trail of Tears, sondern auf dem Warpath! Eine sympathische, räudige Scheibe voller Spielfreude und Attitude. Toll gemacht.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (10.04.2017)

WERBUNG: Hard
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