STORMHAMMER - Welcome to the end

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VÖ: 24.03.2017
Bandinfo: STORMHAMMER
Genre: Heavy Metal
Label: Massacre Records
Lineup  |  Trackliste

In Zeiten von Djent, Shoegaze und neuerlichen Genrevariationen tut es einfach mal gut, eine ordentliche Scheibe simplen und abgehangenen Stahls in den Player zu schieben. STORMHAMMER aus München liefert uns genau das, was der Name verspricht, nämlich teutonisch angehauchten Heavy, man möchte sagen TRVE Metal mit gesunder Härte, ein wenig obligatorischem Pathos und einer Handvoll guter Riffs und Hooks. Dabei ist "Welcome To The End" streckenweise sehr naiv geraten, was aber auch sehr charmant wirkt.

Klang der Vorgänger "Echoes Of The Lost Paradise" teilweise arg nach Stückwerk, so muss man dem aktuellen Rundling eine strikte Kohärenz attestieren. "Welcome To The End" klingt von vorne bis hinten nach STORMHAMMER, ein Werk in einem Guss, und das ist gut so. Denn die teilweise recht aggressive Grundhaltung wird von ähnlich gelagerten Mitbewerbern wie GRAVE DIGGER (mit denen man vor zwölf Jahren schon gemeinsam tourte) nicht so konsequent durchgesetzt wie hier. Nein, zu dem Teutonenstahl kommt noch ein gutes Stück MYSTIC PROPHECY und REBELLION hinzu, auch vor harschen Vocals schreckt man nicht zurück. Das verleiht dem Gesamtwerk ein gehöriges Stück Authentizität. Auch produktionstechnisch passt hier alles zusammen.

Leider ist das Album im Ganzen ein gutes Stück zu lang geraten. Wo oben beschriebene Kohärenz wunderbar als roter Faden dient, so wenig wird die Formel durch die zwölf Stücke Plus In- und Midtro variiert, wodurch gerade im Mittelteil einige Längen entstehen. STORMHAMMER haben ein gutes Händchen für Hooks und Hymnen, allen vorran das großartige "The Law", im späteren Verlauf auch das zwingende "Soul Temptation". Ebenso walzt das gesamte Eröffnungsdrittel bestehend aus "Northmen", dem Titelstück und dem mit einem kräftigen Break versehene "The Heritage" angenehm riffend und abwechslungsreich durch die Boxen. Aber gegen die hohe Qualität dieser Stücke können Füller wie "Into The Night", "Spirit Of The Night" und "Watchmen" mit seinem antiklimaktischen Refrain, bei denen schlechtere REBELLION und WIZARD Pate standen, nicht mithalten. Hier wäre der Rotstift die entscheidende Waffe gewesen, denn durch die eine oder andere Straffung klänge das Endergebnis wesentlich zwingender.

Fazit: Guter, traditioneller Teutonenstahl, teils herrlich naiv, aber durchaus durchschlagskräftig. Gerade das erste und letzte Drittel weiß zu begeistern, wohingegen der Mittelteil etwas zu lang und fad geraten ist. Dennoch, Daumen hoch und ab auf die Bühnen mit euch!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Christian Wilsberg (15.04.2017)

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