ASTRAL DOORS - Black Eyed Children

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VÖ: 28.04.2017
Bandinfo: ASTRAL DOORS
Genre: Heavy Metal
Label: Metalville
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Neues Kraftfutter aus der nordischen Power Metal-Schmiede ASTRAL DOORS. Die Schweden präsentieren sich weiter als verlässliche Konstante im Metalkosmos. Berechenbar, aber Qualität abliefernd, auch wenn sich Mancher vielleicht über die Jahre und die bislang sieben Studioalben abgehört haben mag. Das fetzige „We Cry Out“ macht eingangs eindrucksvoll klar, dass die Schweden ihre bisherige Marschrichtung – anknüpfend an den 2014er Output „Notes From The Shadows“ - konsequent fortsetzen. Unbeirrt und linientreu wird dem kraftvollen Hardrock/Metal gehuldigt, gern mit dem Zusatz „Classic“.

Doch sind nicht alle Titel so flott wie besagter Opener oder „Good vs. Bad“, das epischere „Walls“ beschwört die historische Geschichte von Jericho herauf. Das Sextett brilliert gerade in jeden Momenten, in denen seine dramatisch-hymnische Seite aufblitzt, „God Is The Devil“ oder „Suburban Song“ zeigen genau diesen Charakter und machen die Faszination für die Band offenkundig. „Tomorrow´s Dead“ offenbart die gefühlvollere Seite der Schweden, während „Lost Boy“ konventionell, aber hart rifft, bevor das Album vom ausladenden Titeltrack beschlossen wird.

Die Vocals von Könner Nils Patrik Johansson könnten nicht jedermanns Sache sein, sorgen aber für die Jünger von Ronnie James DIO für Linderung des schmerzlichen Verlusts des unerreichten und einzigartigen Plateaustiefelträgers. Das Tasteninstrument (Punkt Nr. 2 an dem sich die Geister scheiden könnten und auch scheiden dürfen, schließlich fesseln nicht jeden die Zauberkünste einer einschmeichelnden Orgel eines Jon Lord o.ä.) veredelt etwa “Die On Stage“ oder „Slaves To Ourselves“.

Eine weitere Konstante bei ASTRAL DOORS sind die mäßigen Artworks, da reiht sich auch das neue, nach der Legende um die schwarzäugigen Kinder benannte Album ein. „Black Eyed Children“ bietet äußerst solide, druckvoll-voluminöse Handarbeit in bester Bandmanier, zudem ist der Sechser nicht zuletzt dank ihres Frontmanns als USP eine unverwechselbare Größe in ihrer Metier. „Sweden Rocks!“ auch weiterhin, Fans der Qualitätsschmiede wissen was zu tun ist, wer tadellosen, kräftig-hymnischen Hardrock/Metal mit DIO-ähnlichem Gesang für sich entdecken will, sollte dieses Unterfangen mit den Schweden starten!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (25.04.2017)

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