DRAGONY - Lords Of The Hunt

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VÖ: 07.04.2017
Bandinfo: DRAGONY
Genre: Power Metal
Label: Limb Music
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Lineup  |  Trackliste

Stormbringer und DRAGONY – ein spezielles Thema! Blicken wir doch hier in den Kristalltürmen der Stormbringer-Redaktion gemeinsam mit den Wiener Power-Metallern auf eine langjährige Vergangenheit zurück. DRAGONY feiern 2017 das zehnte Jahr ihres Bestehens und eine nicht unerhebliche Zeitspanne davon begleitet unser Magazin nun schon die Band, entstanden durch das langjährige Engagement deren Fronters Siegfried „The Dragonslayer“ Samer bei Stormbringer. So durften wir sowohl das 2011 noch in Eigenregie erschienene Debüt „Legends“, als auch das folgende Re-Release 2012 via Limb Music besprechen, als uns auch im ersten verbrieften Stormbringer-Gangbang am Zweitling „Shadowplay“ austoben.

Der hier tippende Rezensent wurde bereits lange vor seiner eigenen Stormbringer-Zeit auf die Truppe aufmerksam – damals jedoch noch nicht in Form einer Band, sondern noch unter dem Banner THE DRAGONSLAYER PROJECT. Die damaligen beiden Demo-Versionen „The Longest Night“ und „Wings Of The Night“ erweckten das Interesse und seit erscheinen des Debüts rotieren DRAGONY regelmäßig im heimatlichen CD-Schacht.

So war die Freude auch groß, als die Jubiläums-EP „Lords Of The Hunt“ angekündigt wurde. Neue Titel, alte Juwelen in neuem Gewand, Cover und Videos – die Titelliste des vorliegenden Scheibchens liest sich als sowohl für den Fan als auch den Neueinsteiger äußerst interessant. Der einzige Wermutstropfen für den Rezensenten war das deutlich verspäteten Einlangen der Scheibe im Stormbringer-Tower, was aber leider außerhalb unserer Gewalt lag. Doch sei's drum: Was ist nun, für jene die nicht schon am Erscheinungstag ihre Krallen in „Lords Of The Hunt“ geschlagen haben, von der EP zu erwarten?

Bereits der Opener und gleichzeitiger Tteltrack „Lords Of The Hunt“ ist ein solides Stück powermetallischer Wertarbeit, das vor allem in den Strophen seine Stärken ausspielen kann, lediglich der der Refrain mit SABATON-Gedächtniskeyboard ist nicht unbedingt gelungen. Einen Zacken kerniger und mit etwas erhöhtem Tempo gehen DRAGONY im zweiten neuen Song „Call Of The Wild“ zu Werke, das sich insgesamt ein wenig in seiner überbordenden, aber äußerst gut gesetzten Dramatik, in Verbindung mit sattem Riffing in den Strophen, etwas an NIGHTWISH anlehnt.

„The Longest Night“, das diesem Rezensenten noch in der Demo-Variante bestens in Erinnerung ist, orientiert sich hauptsächlich an der Ur-Version des Songs, und hat den damaligen opulenten Instrumentalpart des hinteren Drittels der Bridge in äußerst fetter Version zurückgebracht. Dafür gibt es vom Rezensenten ein dickes Plus ins Heftchen gemalt! Genau wie für die erstmals auf CD veröffentlichte Demo-Version „Wings Of The Night“, die nur wenigen Leuten, zumindest unter jenen die DRAGONY erst seit ihren Veröffentlichungen auf Limb Music verfolgen, bekannt sein dürfte. Auch den beiden beliebten, epischen Tracks „Alcador“ und „Sparta (Elegy Of Heroes)“ wurde ein stimmiges neues Soundgewand spendiert.

Seine Textsicherheit testen kann man bei einer Karaoke-Version von „Shadowrunners“ vom zweiten Album „Shadowplay“. Und zum Drüberstreuen wurden auch noch zwei Videos angetackert, die das Scheibchen im PC-Laufwerk (so man denn noch so etwas besitzt...) preisgibt: Das absolut großartige DAVID HASSELHOFF-Tribute-Video „True Survivor“, sowie der Fan-Videoclip zum Live-Opener früherer Shows, „Burning Skies“.

Alles in Allem eine gelungene EP, die perfekt dazu geeignet ist, sowohl einen DRAGONY-Neuling anzufixen, als auch den Fans die Wartezeit auf ein neues Album (die Vorbereitungen dafür haben wohl bereits begonnen) zu verkürzen.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (07.05.2017)

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