HATE - Tremendum

Artikel-Bild
VÖ: 05.05.2017
Bandinfo: HATE
Genre: Death Metal
Label: Napalm Records
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Nur ein Wort: Hass. Nichts – möchte man meinen – stellt eine bessere Assoziation dar, wenn man sich unserer liebsten Musikrichtung, dem Metal, widmet. Laut Wikipedia ist Hass eine menschliche Emotion (Frage an unsere Biologen: Kommt Hass eigentlich auch im Tierreich vor?) scharfer und anhaltender Antipathie und steht für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung. Außerdem ist Hass das Gefühl des Ausgeliefertseins, der Gefangenschaft und der Wehrlosigkeit. Folgende Arten werden unterschieden: Reaktiver Hass, Charakterbedingter Hass und verschiebbarer Hass. Ach ja, und Hass ist natürlich das absolute Gegenstück zur Liebe.
Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, was HATE mit Hass zu tun hat…

Hass ist nämlich auch eine Band, HATE aus Polen. Die Jungs um Mastermind ATF Sinner („ATF“ steht für Adam the First, Anm. d. Autors) schleudern ihren Opfern mit "Tremendum" ihr bereits zehntes Hassobjekt entgegen. Vergangene Hass-Ausbrüche findet ihr hier: "Morphosis", "Erebos", "Solarflesh" oder "Crusade:Zero". Deren Bewertungen fielen allesamt durchschnittlich bis gut aus, obwohl böse Zungen behaupten, HATE sei eine billige Kopie von HATE (oder auch BEHEMOTH). Liegt das vielleicht daran, dass die Autoren Angst bekamen vor lauter Hass? Oder weil sie sich von den Live-Qualitäten (welche vorzüglich sind, glaubt mir einfach) der Hass-Rabauken überzeugen konnten und dies in die Kritiken mit einfloss? Jedenfalls behauptet der aktuelle Promo-Text bezüglich "Tremendum", HATE präsentierten sich auf einem ganz neuem Level, hätten sich völlig neu definiert, blablabla und so weiter und so weiter (das wurde wahrscheinlich für jedes Album, außer natürlich das erste, behauptet). Lasst uns also endlich (!) auf das aktuelle Album eingehen.

Die totale Verachtung startet unter militärischen, episch angehauchten Klängen mit "Asuric Being". Ein typischer HATE-Song, mit Blasts, melodischen Leads, kurzen anspruchsvollen Soli und den über allem thronenden (hasserfüllten) Vocals von Mr. ATF – geht sehr gut ins Ohr. Und schon geht’s weiter mit "Walk Through Fire", einem typischen HATE-Song, mit Blasts, melodischen Leads, kurzen anspruchsvollen Soli und den über allem thronenden (hasserfüllten) Vocals von Mr. ATF. Wenn Du jetzt glaubst einen Copy-Paste-Fehler entdeckt zu haben, so lass Dir folgendes erklären: Die Wiederholung ist Absicht und dient dazu, den Verlauf des Albums widerzuspiegeln; "Walk Through Fire" ist außerdem nicht der zweite, sondern bereits der letzte Song des Albums. Wie die restlichen sieben dazwischen klingen möchtest Du wissen? Tja, ein bisschen wie "Asuric Being" und ein bisschen wie "Walk Through Fire", also eigentlich ziemlich gut.


Captain’s Fazit

"Tremendum" ist eindeutig der Kategorie Charakterbedingter Hass zuzuordnen, da das Album eine besondere Art von Befriedigung und Spaß auslösen kann: einerseits die Befriedigung durch Wiederholung (ja, mit "Tremendum" hat HATE erneut HATE kopiert), andererseits den Spaß, den guter Death Metal verursacht. Einzig Überraschungen darf man beim besten Willen keine erwarten. HATE-Fans wissen also, was sie erwartet. Allen anderen wird unten stehendes Video empfohlen.




Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Captain Critical (13.05.2017)

WERBUNG: Summer Breeze 2018
WERBUNG: Escape Metalcorner