THE BLEEDING - Rites Of Absolution

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VÖ: 19.05.2017
Bandinfo: THE BLEEDING
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

THE BLEEDING aus Großbritannien, genauer gesagt aus London, liefern  mit "Rites of Absolution" ihren ersten Longplayer ab, davor gab es 2013 eine EP namens "Death Eternal". Laut dem Gitarristen wurde bei der Enstehung dieser Platte der Zustand der Menscheit und der Welt untersucht und in den Lyrics und der Musik verarbeitet. Hm, hat den Buben nicht gut getan, das...

"Rites of Absolution" ist ein räudiges Death/Thrash-Machwerk, dass es eine wahre Freude ist. Es wird durchgängig auf hohem Tempo gemetzelt. Es gibt nur einen Song, der (halbwegs) langsam daherkommt. THE BLEEDING wissen, wie man gute Songs zurechtzimmert und machen auch vor schrägen Takten und diversen Dissonanzen nicht halt. Hervorheben möchte ich "Consumed Existence", das nach einem kurzen Intro (ja, ich bin Intro-Fan!) richtig glatt reingeht. Ein schneller Opener mit durchaus Ohrwurm-Charakter. Der Titeltrack "Rites of Absolution" wartet nach einem stampfenden Eingang mit einem Slayer-Kriegsschrei auf und ist ein Thrasher, dass es einem die Augen wässert. Die Höhepunkte der Platte sind das kurze "One Way Out", die halbwegs langsame Nummer der Scheibe und "Death Eternal", mit ordentlich Dampf in der Doublebass, dissonantem Riffing und einem kurzen NWOBHM-Einsprengsel. Erwähnenswert ist vielleicht noch das DEATH-Cover "Open Casket", das recht originell rüberkommt. Achja, DEATH! Der Sänger klingt übrigens, als wäre der selige Chuck (let the Metal flow) Schuldiner gerade putzmunter aus dem Open Casket herausgehüpft.

Es ist hier nicht alles taufrisch, klingt aber so. Wer sich wieder mal eine richtig lässige Death/Thrash-Scheibe, die alles andere als langweilig ist, reinziehen will, kann sich hier auf eine epische Tracht Prügel freuen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Hannes Schuhai (27.05.2017)

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