ADRENALINE MOB - We The People

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VÖ: 02.06.2017
Bandinfo: ADRENALINE MOB
Genre: Metal
Label: Century Media Records
Lineup  |  Trackliste

Aus der ehemaligen „Supergroup“, in der sich einst auch Mike Portnoy (DREAM THEATER), Rich Ward (STUCK MOJO) oder A.J. Pero (TWISTED SISTER) verdingten, scheint mittlerweile eine ganze „normale“ Band geworden zu sein. Wobei der Begriff „normal“ im Zusammenhang mit den New Yorkern insofern zu relativieren ist, als dass die mit neuer Rhythmussektion (u.a. David Zablidowsky, ex-TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA) ausgestattete Band mit dem „Men O Honor“-Nachfolger wieder einen erstklassigen Rundling abliefert, der den Vorgängern in nichts nachsteht. Die neuen Kraftpakete lauten auf Titel wie “King Of The Ring”, “Chasing Dragons”, „The Killer's Inside” oder „Ignorance & Greed“ und stellen ob ihrer herausragenden Qualität und Einprägsamkeit selbst gutklassige Nummern wie „Raise 'Em Up“ in den Schatten.

„We The People“ erhebt sich mit seinen Hitqualitäten noch einmal über das ohnehin schon mächtige Metalpaket und sticht in puncto Einprägsamkeit und Melodie heraus. Das dritte Album bietet die ganze Bandbreite an Facetten zeitgemäßen Metals auf. “Bleeding Hands” ist in seiner verhaltenen, melodischen Manier typischer US-Collegeradio-Metal a la SHINEDOWN, den Kontrapunkt dazu setzt „Til The Head Explodes”, das dem Titel entsprechend fett röhrt. “What You're Made Of” fällt aufgrund des Gesangs ein wenig aus dem Rahmen und gerade vor dem Hintergrund des verhalteneren “Blind Leading The Blind“ darf Allen seine Powerröhre präsentieren. Titel wie “Violent State Of Mind” oder “Lords Of Thunders” fassen die Assets der Band zusammen - allenorts regiert modernes, hartes Riffing, fette Grooves und eine Melodieführung zum Niederknien.

Als ob das nicht schon genug wäre, thront die mächtige Röhre von SYMPHONY X-Sänger Russell Allen über all dem und veredelt das kernige Gesamtpaket. Gerade bei ADRENALINE MOB scheint er es neben seinen anderen Projekten (etwa ALLEN/LANDE) zu genießen, seine Stimme abseits der vertrackteren Sounds seiner Stammband dem modernen, gradlinigen und kraftstrotzenden Metalsound von AM zu leihen. Das von der Titelwahl doch ausgelutschte „Rebell Yell“-Cover hievt das wieder mit dem Totenkopf-Maskottchen ausgestattete Album auf eine Spielzeit von 62 Minuten. „We The People“ ist ein brutal gutes, modernes Metalalbum, dessen Melodien und Songs sich dermaßen im Gehör festsetzen, dass wir hier einem kleinen Jahreshighlight lauschen dürfen. Vorausgesetzt man ist gut Freund mit Bands wie DISTURBED, HELLYEAH, FOZZY & Konsorten.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (29.05.2017)

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