VIRTUAL SYMMETRY - X-Gate

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VÖ: 30.06.2017
Bandinfo: VIRTUAL SYMMETRY
Genre: Progressive Metal
Label: Eigenproduktion
Lineup  |  Trackliste

Der Erstling „Message From Eternity” der Italiener VIRTUAL SYMMETRY war zwar streckenweise eine positive Überraschung, war aber auch zu stark von simpel-pathetischen (Keyboard-)Leads geprägt, um wirklich überzeugen zu können.

Jetzt haben VIRTUAL SYMMETRY eine 3-Song-EP (mit mehr als 30 Minuten Spielzeit… das kann sich ja nur um Prog handeln) nachgeschoben, die deutlich besser loslegt. „Eyes Of Salvation“ ist ein Kracher in bester DREAM THEATER-Manier, mit musikalischen Leckerbissen, super Vocals und eingängigen Refrains. Der Song ist zwar prog-typisch abwechslungsreich, aber straff genug um nicht auszuufern.

Leider geht es dann nicht in dieser Tonart weiter – „Alchymera“ beginnt mit einer billigen Keyboard-Melodie, die an die schlechteren Momente des Erstlings erinnern; die mit breitem italienischen Akzent vorgetragenen Sprech-Passagen nerven schon beim ersten Mal (und werden auch mit mehrmaligem Hören nicht besser); und der Song ist mit überlanger Spielzeit und keinerlei rotem Faden gesegnet.

Und auch „Elevate“ ist mit klischeehaft-italienischem Pathos überfrachtet, wobei auch die (eigentlich schönen) weiblichen Gastvocals nicht helfen. Und die billigen Synth-Vocals erinnern auch eher an die guten alten 80er-Jahre, als E.L.O. auf „Time“ damit prunkten. Diese Zeiten sind aber (leider?) auch schon vorbei.

Viel hat sich also nicht getan bei VIRTUAL SYMMETRY, „X-Gate“ schließt im positiven wie auch im negativen Sinn an „Message From Eternity” an. Die Scheibe ist gut genug um nicht wehzutun, aber auch nicht gut genug um zu gefallen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Luka (26.06.2017)

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