STALLION - From The Dead

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VÖ: 30.06.2017
Bandinfo: STALLION
Genre: Heavy Metal
Label: High Roller Records
Lineup  |  Trackliste

Auf Album Nr. 2 läßt der süddeutsche Fünfer sein Maskottchen wieder frei und ungestüm über die Koppel preschen. Schon beim Opener „Underground Society“ fühlt man sich als Bandkenner komfortabel und vertraut. Die Deutschen fahren alle ihre Trademarks auf…das markante, krachige Speed-Riffing, nach vorne preschende Songs und die heimelige Grundstimmung…alles vorhanden, darüber streut Frontsirene Pauly sein markantes Organ, das man trotz teils fähiger Konkurrenz sofort STALLION zuordnen kann. Feine Tempowechsel, griffige wie nach vorne treibende Titel, ins Ohr gehende Refrains und knackiges Songwriting geleiten den Hörer durch das knapp dreiviertelstündige Album. Das Quintett pflegt die von ihm besetzte Schiene weiter, das untermauert „From The Dead“ von Beginn an.

Das treibende „Down And Out“ fräst sich in die Hirnrinde, der Song wird wohl ein zukünftiger Fixpunkt im Liveset werden. „Hold The Line“ tönt in bester (Früh-)MÖTLEY CRÜE-Tradition, wohl nicht die schlechteste Reminiszenz. Etwas aus dem Rahmen fällt das mit Keyboards unterlegte „Waiting For A Sign“, das in allerbester Achtziger-Hardrock-Erfolgstradition tönt und möglicherweise den zukünftigen (Hit-)Weg des Quintetts skizzieren könnte. Neben dieser sehr geilen Nummer stechen weiters der von einer Flamenco-Gitarre eingeleitete Titeltrack „From The Dead“ wie auch der tempomäßig variable Rausschmeißer „Awaken The Night“ heraus. Zudem war STALLION auch die politische Message „Kill Fascists“ 17 Sekunden des Albums wert.

Das gelungene Gesamtpaket wird vom einprägsamen Opener „Underground Society“ (einem Statement gegen engstirnige "Szenepäpste"), dem zackig-rockenden „Blackbox“ und „Lord Of The Trenches“ perfekt abgerundet, bei „Step Aside“ dreht Heulboje Pauly noch einmal voll auf und auch geschwindigkeitstechnisch gibt es kein Halten mehr. Nach dem frischen Longplay-Debut „Rise And Ride“ bleibt der Fünfer, der sich nach dem Ausstieg von Basser Niki mit Christian Stämpfe verstärkt hat, weiter eng am Ball und bedient die Fans mit einem vom Songwriting her gelungenen, fetzig und dynamisch klingenden Album, das die Trademarks der Band ideal herausarbeitet. „Mission Metal“ somit erfolgreich fortgesetzt, man darf sich schon auf die Liveumsetzung der starken neuen Titel freuen.

Anspieltipps: Opener, „Down And Out“, „Waiting For A Sign“



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (27.06.2017)

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