CROMONIC - Time

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VÖ: 16.06.2017
Bandinfo: CROMONIC
Genre: Power Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Ich hab es irgendwie mit den Schweden, egal ob Hard Rock, Melodic Rock oder - wie heute - Power Metal mit Einhorn-Einschlag. Mag schon seine Berechtigung haben, denn die Musik aus dem hohen Norden enttäuscht mich fast nie. Und CROMONIC verhalten sich da nicht anders. Die schon etwas in die Jahre gekommenen Herren formten die Band in der jetzigen Besetzung 2013 und haben sich dann ordentlich ins Zeug geworfen, um das vorliegende Debut "Time" einzuspielen. Es erwarten uns neun Songs, die sehr viel "old-school" beinhalten und gleichzeitig ganz typisch für die Stilrichtung Power Metal sind.

"Time" zeigt starke Influenz der 80er und 90er und somit hört man immer wieder die Hard Rock und Heavy Metal Wurzeln, die hier drin stecken. Der Power Metal Stil von CROMONIC ist melodisch, abwechslungsreich und doch kraftvoll und intensiv. Auf Einlagen von Damenstimmen (egal ob Chor oder als Sängerin) wird verzichtet, auf Keyboard und symphonische Klänge nicht. Trotzdem artet es nicht in ein verspieltes Album aus, sondern ist ein schönes, rundes Werk mit viel Energie und guten Songs, die man alle gerne wieder anhört. Vergleichbar sind sie zB mit DRAGONFORCE, der Sond ist ähnlich bombastisch, die Vocals jedoch in einer höheren Tonlage angesiedelt. Vom Inhalt her - siehe Songtitel - geht es auch bei CROMONIC um Fantasy und Geschichten, die sich um Kampf und Drachen ranken. Das Einhorn lässt grüßen.

Vom ersten Song an liefern sie mitreissende Riffs, eingängige Hooks, lässige Soli, Doppelgitarren-Einsätze und ein fetziges Schlagzeug mit pushendem Double-Bass, wenn es erforderlich ist. So reißt einen der Starter "Another World" gleich mit seiner Eingängigkeit mit und wechselt dann gekonnt mit der Power Ballade "Dragon Song" ab, bei der auch ein Piano mitwirken darf. Dann geht es weiter mit dem melodischen "Mental Cry" und dem episch angelegten "Paradise".

Einen gewaltigen Symphonic Touch liefern CROMONIC bei "Prophecy", das mit seinem vielfältigen Songwriting zu einem meiner Lieblingsstücke auf dem Album gehört. Weiter mit "Revenant" und "Tale Of Pain", bis "The Hunt" wieder richtig auffällt. Das ist Fantasy-Feeling, Jagd-Feeling, balladenartiges Songmaterial mit getragen jammernden Gitarren und softem Keyboard, bevor es nach dem Gesang zu musikalischen Höhepunkten kommt.

Mit dem leicht verspielt klingenden "Time" wird das Album mit einem melodischen und rhythmischen Powersong beendet, den man nicht so schnell aus dem Ohr bekommt.

In Summe also ein sehr gut gemachtes Album mit allem, was man erwartet: Einer epischen Story, vielen eingängigen Gitarrenparts, symphonischen, gewaltigen Songs, die großes Kino vermitteln und kraftvollen Melodien, die von Power Ballade bis Power Metal alle Stückerl spielen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (12.07.2017)

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