GALDERIA - Return Of The Cosmic Men

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VÖ: 21.07.2017
Bandinfo: GALDERIA
Genre: Power Metal
Label: Massacre Records
Lineup  |  Trackliste

Also bitte liebe Leute... WEM geht bei diesem Albumtitel und dem kunterbunten Artwork keiner ab? GALDERIA haben nach knackigen fünf Jahren endlich Nachschub mit "Return Of The Cosmic Men" und wollen uns mit noch mehr Kitsch besudeln! Ob ich das total einhornmäßig geil finde? Jap! Ich bin bekennender Fan des überaus epischen, aus den Boxen triefenden Einhornmetals. TWILIGHT FORCE landeten im vergangen Jahr bereits in meiner Top 5 2016 und nun wollen wir doch mal schauen, ob GALDERIA da nachziehen können! Spannendste Neuerung: Auf dem neuen Werk singen DREI Bandmitglieder und geben sich quasi die Klinke in die Hand. Zugegeben, bei dieser Form von hohen Tönen ist es schwierig auszumachen, wer da genau was singt, aber in gewissen Nuancen bestehen durchaus Unterschiede!

"Shining Unity" als ein im wahrsten Wortsinn glanzvoller Opener, der mit dicker Orchestrierung und noch dickeren Chören aus den Boxen knallt. Eine fröhliche Uptempo Nummer, die dem geneigten Power Metal Fan mit einer ordentlichen Portion Kitsch mitzureißen weiß. Die Produktion wirkt dagegen fast schon rough und bietet daher einen überraschenden Kontrast. Textlich erwartet uns jetzt nicht wirklich die Innovation des Jahrhunderts, aber das braucht es bei der Form von Musik auch nicht. FREEDOM CALL kommen schließlich auch schon seit Ewigkeiten mit Happy Metal durch, der jetzt nicht die größte Varianz bietet, was textliche Ergüsse angeht. Im Groben behandeln GALDERIA das Leben in ihren Lyrics und umranden das Gerüst mit einer dicken Prise Energie. "Blue Aura" klingt in Relation zum Opener etwas rotziger, mit ordentlichem Rock-Einschlag. Ein sehr treibendes Stück, bei dem ich GLAUBE mehrere Vocalisten wahrzunehmen. Insbesondere der energische Chorus reißt mich vom Hocker und überzeugt mit fantastischen Melodien, was sich ohnehin auf den kompletten Einstieg übertragen lässt. "Living Forevermore" wirkt insgesamt etwas gemächlicher, schließt sich aber den Vorgängern größtenteils an, auch wenn eine gewisse Melancholie mitschwingt. "Celestial Harmony" verkörpert schlichtweg den klassischen, epischen Power Metal, wie man ihn von RHAPSODY OF FIRE und Konsorten bereits seit über 20 Jahren kennt. Ein rundes Stück, das die nächste glanzvolle Melodie rausschmettert. Klar, das alles gewinnt auch musikalisch keinen Innovationspreis, aber kompositorisch funktionieren die Songs auf den Punkt genau. Ähnlich wie bei TWILIGHT FORCE gilt "You get what you expect!". Und ohrwurmtaugliche Melodien hauen GALDERIA wirklich nonstop ohne Pause raus, da bildet wirklich KEIN Song eine Ausnahme, obgleich "Wake Up The World" in balladeske Gefilde abdriftet und ein bisschen auf die Tränendrüse drückt. Selbst das weiß zu gefallen und wird vom kleinen großen Bruder in einer aufgepeppten Version nochmal in andere, fast schon Eurodance-lastige Sphären gehoben. 

Ich kann mir nicht helfen, aber Musik wie diese kann es fast nicht genug geben, sofern sie denn eine gewisse Qualität nach außen trägt. Epische Power Metal Bands gibt es aktuell wie Sand am Meer, aber solange die Songs dich als geneigten Liebhaber nicht vollends abholen, bleibt da vieles auf der Strecke. Das wird GALDERIA zu keiner Sekunde zuteil und so wissen alle 10 Nummern zu begeistern und wirken wie aus einem Guss. Im Gegensatz zum Debüt gibt es hier keine Filler oder Langweiler, alles sitzt und passt. GALDERIA bringen den kitschigen, epischen Power Metal in Perfektion an den Mann oder das Einhorn und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf meine Top 5 2017 machen!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Sonata (14.07.2017)

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