GODS OF SILENCE - Neverland

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VÖ: 08.09.2017
Bandinfo: GODS OF SILENCE
Genre: Progressive Power Metal
Label: ROAR Rock of Angels Records
Lineup  |  Trackliste

Mit einem neuen Longplayer melden sich die fünf Schweizer Krawallmacher, die früher unter dem Namen KIRK ihr Unwesen trieben, bei ihren Fans zurück und wie schon in der Vergangenheit ist vom ersten Ton an klar, was einen erwartet. Knallharter Metal mit progressivem Einschlag, zahlreiche Tempi-Wechsel, kein übertriebenes Keyboardgedudel, dafür mit einer Intensität, die heutzutage nur noch selten anzutreffen ist. Die Band lässt es bei manchen Songs so ordentlich krachen, dass man meinen könnte, die Boxen fliegen dir jeden Moment um die Ohren.

Wer diese Truppe kennt, weiß, wie hart die Jungs für ihren Erfolg arbeiten. Daher gönnt man ihnen, dass sie nun die Früchte ihrer jahrelangen konsequenten Arbeit ernten können. Tracks wie der knallharte, filigrane Opener „Army Of  Liars", das mit einem bombastischen Anfang ausgestattete „Against The Wall“ oder das famose STRATOVARIUS-affine „Neverland “ haben alle Vorzüge, die eine ordentliche Prog angehauchte Scheibe mit Hang zum Power Metal haben muss. Dass dieses Album mehr als geglückt ist, zeigen die hymnenhaften Songs echt eindrucksvoll. Dazu kommen das erstklassige Drumming und der Bombast, der bei den Chören immer zum Einsatz kommt und somit die Atmosphäre des Albums weiter verdichtet. „Neverland" klingt wie aus einem Guss und garantiert aufgrund der abwechslungsreichen Instrumentierung ein lang anhaltendes Interesse. 

Diesmal kommt das gewaltige Stimmvolumen vom neuen Sänger Gilberto Meléndez perfekt und viel besser zur Geltung als noch auf den Vorgängeralben, wo Thomi Rauch noch am Micro stand. Ultrafette Riffattacken ohne Kompromisse von Sammy Lasagni und ein Gitarrensound, der wie ein scharfes Messer schneidet sind das Fundament aller Tracks. Aber auch der Rest des Songmaterials weiß sehr gut zu gefallen und steht den hier erwähnten Songs in nichts nach. Wuchtig und brachial ist der Sound allemal ausgefallen und auch die optische Aufmachung lässt in keinster Weise Wünsche offen. Mit diesem Kracher ist GODS OF SILENCE ein klasse Rundumschlag gelungen, der jeden noch so verwöhnten Headbanger befriedigen müsste.

Eines scheint jedenfalls glasklar zu sein, denn mit etwas Glück wird diese Band in Zukunft noch für einiges Aufsehen sorgen, da musikalisch ausreichend Potential vorhanden ist, um nach und nach mehr Anhänger rekrutieren zu können. Egal wie man es dreht und wendet, mit „Neverland" kommt ein durchaus ernstzunehmendes und über weite Strecken wunderbar melodisches Power-Metal-Geschoss, dem auch die internationale Konkurrenz keine Angst machen dürfte, über die Alpen. Es ist eines jener Metal-Alben geworden, das nicht nur die Szene bestens bedient, sondern durchaus auch den ein oder anderen Blick über den Tellerrand hinaus wagt und damit auf ganzer Linie gewinnt. Dies sind die Gründe, um der sympathischen Truppe den schon lange verdienten Respekt zu erweisen und somit auch das neue Album als kleine Sensation bezeichnen zu dürfen.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: manfred (04.09.2017)

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